ab 10 Uhr geöffnetSchlossplatz 102977 HoyerswerdaTel.: +(0) 3571 209 37 500
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„Spurensuche. Jüdische Geschichte in der Oberlausitz“ ist eine Wanderausstellung,
die das Leben und Wirken jüdischer Menschen in verschiedenen Orten der Region
in den Fokus nimmt. Dargestellt werden Gründung und Entwicklung der jüdischen Gemeinden,
die sich im 19. Jahrhundert in Görlitz, Bautzen und Zittau bildeten.
Obwohl die Zahl ihrer Mitglieder im Vergleich zur gesamten Bevölkerung relativ gering blieb,
hatten sie entscheidenden Einfluss in Wirtschaft und Gesellschaft.
Exemplarisch dafür stehen Unternehmer wie Martin Ephraim in Görlitz,
Adolf Wolf Altmann in Bautzen oder Joseph Schweig in Weißwasser.

Die Wanderschau beleuchtet zugleich die Auswirkungen von Antisemitismus und
Verfolgung jüdischer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus.
In Wort und Bild kurz vorgestellt werden verschiedene Einzel- und Familienschicksale,
darunter auch aus Wittichenau, Hoyerswerda und dem Crostwitzer Ortsteil Horka.
Zwei der Ausstellungstafeln widmen sich der Erinnerungskultur nach 1990,
als jüdisches Erbe in der Oberlausitz wieder stärker ins öffentliche Blickfeld rückte,
etwa durch die Verlegung von Stolpersteinen.

Eine ist eine Ausstellung des Förderkreises Görlitzer Synagoge e. V. im Rahmen von
„Tacheles Oberlausitz. Initiative für jüdisches
Leben und gegen Antisemitismus“

In dieser digitalen Präsentation hier sind erstmals auch die Einzel- und Familienschicksale
jüdischer Menschen aus Hoyerswerda thematisiert und für Sie historisch aufbereitet.
Der unermüdlichen Recherche der Mitglieder unseres Museumsvereins
Andreas und Martina Noack aus Hoyerswerda ist ein Großteil der Erkenntnisse
zu den Spuren jüdischer Geschichte in Hoyerswerda zu verdanken.
Danke auch an das historische Stadtarchiv, unsere Kollegin Karolin Hirschauer
bei der Suche nach weiteren Spuren jüdischer Geschichte unserer Stadt.