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Sonderausstellungen

Vorschau Sommer und Herbst 2024

„In tierischen Erinnerungen schwelgen“

Als im einstigen Schlosspark ein Tiergarten entstand

Eine Bilderschau zum 65.jährigen Tiergartenjubiläum

ab Juli 2024

Aus einer Idee, geboren in den Anfängen der 1960er Jahre, erwuchs aus kleinen Gehegen für heimische Wildtiere, an den Ufern des Schlossgrabens, ein Tiergarten, der 1959 feierlich eröffnet werden sollte. Ab diesem Moment entstand im einstigen Schlosspark das Bild eines kleinen idyllischen Gartens, der von nun an einer Reihe unterschiedlichster Tierarten ein neues Zuhause geben sollte. Museumsdirektor Günter Peters und zugleich Vater des Hoyerswerdaer Tiergartens formte den Garten mit seinem künstlerischen Auge und seinem Engagement zu einem städtischen Kultur –und Naherholungszentrum. Ein reicher Bestand an Kunstwerken und die Ausrichtung der Internationalen Bildhauersymposien machten den Hoyerswerdaer Tiergarten schließlich zu etwas ganz Besonderem.
Dieses Jahr blicken wir in unserer Sommerausstellung auf 65 Jahre Tiergartengeschichte zurück. Aus dem einstigen Garten ist nicht zuletzt durch das Engagement Dr. Hans Dieter Hohmanns (Tiergartendirektor von 1975-1984) und Dr. Werner Jorgas (Zoodirektor von 1984-2004) ein Zoo entstanden, der heute auf einer sechs Hektar großen Fläche ca. 1000 Tieren in 140 Tierarten ein Zuhause bietet. Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Afrika und Australien sind die ursprüngliche Heimat der Bewohner unseres Zoos. Ob China-Leoparden, Europäische Braunbären oder Kubakrokodile, sie alle haben im Lausitzer Seenland ihr zu Hause gefunden.

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„Gemälde & Collagen Bernd Gork“

Kunstausstellung anlässlich seines 75. Geburtstages

ab 08. September bis Ende Oktober 2024

Kippenlandschaft, 1987, Collage, 22 x 33 cm von Bernd Gork
Kippenlandschaft, 1987, Collage, 22 x 33 cm von Bernd Gork

Bernd Gork ist einer von den Stillen, ein Künstler, dessen Bilder von innen heraus leben und gemächliche intensive Betrachtung erfordern. Es dauert ein Weilchen bis sich die Bilder beleben, bis man hinter der menschenleeren Landschaft und der menschenleeren Stadt die Menschen erkennt, sie an ihrem Werk erkennt. Denn ausschließlich Stadtbilder und Landschaften zeigen sich dem Betrachter, in denen der schaffende Mensch und danach die Natur ihre Spuren hinterlassen haben, in stetigem Wechsel zwischen Neubeginn und Verfall.
Vorrangig stammen die Motive aus der Lausitz, Stadtbilder von Hinterhöfen und engen Straßen in Senftenberg, Bilder von den Tagebauen mit erodierten Böschungen und umgestürzten Bäumen, Bilder vom Senftenberger See und von der Schwarzen Elster, vergänglich im Wandel der Jahreszeiten. Allen wohnt eine warme und besonnene, meist leicht melancholische Melodie inne, die mich an Smetanas Orchesterwerk „Mein Vaterland“ erinnert, bei der die „Moldau“ warm und leicht den Flusslauf begleitet, an manchen Stellen verweilt, dann lebhafter weiter fließt, aber immer sehr innig und einmalig.

So auch die Bilder von Bernd Gork, denen man anmerkt, dass der Künstler in jungen Jahren einmal Musiker werden wollte, es dann nach seinen eigenen Worten aber „nur zum Musiklehrer reichte“ und zufällig in der Schule auch noch ein Zeichenlehrer benötigt wurde; das war für ihn der Zugang zur Malerei. Zirkelarbeit und Studium sorgten für die handwerklichen Fertigkeiten, das Leben in den Bildern aber bleibt sein Geheimnis. Für einen aufmerksamen Betrachter offenbaren die Gemälde bereitwillig ihren Glanz und ihren Reiz. (Text: Martin Schmidt, Kunstverein Hoyerswerda e.V. 2009)

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„In Erinnerungen baden“

Sonderausstellung zum Urlaubsparadies Knappensee

ab November 2024 bis Ende März 2025

Postkarte Knappensee 1962, Foto von Mattuschek, Görlitz

Jahrzehntelang war der Knappensee eines der beliebtesten Urlaubsziele rund um Hoyerswerda. Jeden Sommer strömten tausende Familien, Wassersportler und Camper an die Naturbadewanne bei Hoyerswerda und verlebten die schönste Zeit des Jahres zwischen Bungalows und Badestrand, Zeltwiesen und Paddelbooten. Das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda widmet dem Knappensee in diesem Sommer eine kleine Sonderausstellung. Unter dem Titel „In Erinnerungen baden“ können Besucher in den Sommerferien 2024 ab Mitte Juli in die Geschichte des ersten Erholungsgebietes im ehemaligen Lausitzer Braunkohle-Revier eintauchen.

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Aktuell

SCHWARZ.WEISS. Und irgendwo dazwischen.”

vom 22. März bis 18. Juni 2024

Schwarz und weiß. Hell und dunkel. Starke, kraftvolle Kontraste. Dazwischen ein weites Feld der Zwischentöne, Grautöne und auch Farbtöne:

In diesem Spektrum lassen sich die Arbeiten verorten, die der Kunstleistungskurs des León-Foucault Gymnasiums in seiner diesjährigen Abschlussausstellung präsentiert.

Die Schülerinnen und Schüler suchen Kontrast und Balance zwischen schweren und leichten Themen, präsentieren Nachdenkliches und Ästhetisches aus ihrer Lebenswelt und zu ihren Lebensfragen. 

Sie zeigen das gesamte Spektrum ihrer künstlerischen Ausbildung: Grafik, Malerei, Collage, Körpermalerei und Kostümdesign, sowie künstlerische Tagebücher, Druckgrafik, Fotografie ,Objekt- und Videokunst.

Die Abschlussausstellung wird nun schon seit vielen Jahren traditionell im Schloss Hoyerswerda präsentiert. Sie bildet den Abschluss der künstlerischen Prozesse am Léon-Foucault Gymnasium und zugleich den Auftakt hin zu den bevorstehenden Abiturprüfungen.

Wir laden Sie herzlich ein, die Ergebnisse der jungen Künstlerinnen und Künstler auf sich wirken zu lassen.

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KARL LEDER
Einblicke in Leben und Werk eines fast vergessenen Künstlers

vom 03. Dezember 2023 bis 14. März 2024

Karl Leder starb nach kurzer schwerer Krankheit am 15. Juni 1932 in Hoyerswerda, im Alter von 65 Jahren. Sein Andenken bewahrten all diejenigen, die ihn kannten und denen er durch seine Bilder stets gegenwärtig blieb.
Das Stadtmuseums widmet dem Hoyerswerdaer Künstler, der mit so meisterhafter Hand  Landschaften und Stadtansichten zu verewigen vermochte,  eine Werkschau aus dem eigenen Bestand.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus der Hoyerswerdaer Bevölkerung und dem Sorbischen Museum Bautzen

Karl Leder _ Blick auf Hoyerswerda_1925_Privatbesitz
Karl Leder, Blick auf Hoyerswerda, 1925, Privatbesitz
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Ausstellung „TRAUMSEGLER 2.0“ mit Werken der Hoyerswerdaer Künstlerin Kersten Flohe

vom 17. September 2023 bis 17. November 2024

Plakat zur Ausstellung TRAUMSEGLER 2.0
Plakat zur Ausstellung TRAUMSEGLER 2.0

Am Sonntag, dem 17. September 2023 wird um 11 Uhr im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda eine neue Kunstausstellung eröffnet.

Collagen, Malereien und Grafiken (Holzschnitte und Linolschnitte) sind ein Hauptschwerpunkt der Ausstellung mit Werken der Hoyerswerdaer Künstlerin Kersten Flohe. Vor genau 20 Jahren (2003) hatte sie ihre letzte Ausstellung im Hoyerswerdaer Museum, und so freut sie sich über die erneute Möglichkeit, hier auszustellen. Christian Völker Kieschnick wird am Sonntag die Ausstellung musikalisch eröffnen.

Kersten Flohe stammt aus einer Künstlerfamilie. Die Mutter Sigrid Bolduan (1933-2015) war besonders in der Gestaltung sorbischer Bräuche und Traditionen aktiv. Beide Söhne, sowohl Jakob Flohe, wie auch der jüngste Sohn Ludwig Flohe haben an der Kunsthochschule in Dresden studiert und erfolgreich mit einem ausgezeichneten Diplom abgeschlossen.

Zahlreiche Ausstellungen, z.B. in Spremberg, Beeskow, Cottbus, Hoyerswerda, Berlin und Dresden zeigen ihre vielfältige Liebe zur Kunst. Bis 2017 war sie mit viel Freude Lehrerin und hat Schülern diese Liebe zur Kunst weitergegeben.

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Drei Kreative. 100 Jahre. Eine Stadt.

 Sonderausstellung gemeinsam mit dem ZCOM Zuse-Computer-Museum

11. Juni 2023 bis 10. September 2023

Die Schau gewährt spannende Einblicke in die Lebensgeschichten und das kreative Schaffen von Schriftstellerin Brigitte Reimann, Bildhauer Jürgen von Woyski und Computervater Konrad Zuse. Sie nimmt in den Fokus, wie diese drei Persönlichkeiten von Hoyerswerda beeinflusst wurden und die Stadt gleichsam mitgeprägt haben. Die Sonderausstellung ist nicht nur inhaltlich ein Novum –  auch der Entstehungsprozess ist eine Premiere: Mit „Drei Kreative. 100 Jahre. Eine Stadt“ haben das ZCOM Zuse-Computer-Museum und das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda unterstützt von der Jürgen von Woyski-Stiftung, dem Freundkreis für Kunst und Literatur und dem Kulturbund Hoyerswerda und dem Literaturzentrum Neubrandenburg e.V. erstmals eine gemeinsame Ausstellung gestaltet – an zwei Orten – sich gegenseitig ergänzend. Ein umfangreiches Rahmenprogramm wird diese Ausstellung begleiten.

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„Seelen.BLAU“

Vom 22. April 2023 bis 28. Mai 2023

Unter diesem Titel präsentiert der Leistungskurs des Léon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda seine Abschlussausstellung.

Die jungen Künstlerinnen und Künstler zeigen Malereien, Grafiken und Mischtechniken sowie Plastiken, Plakate, Körpermalerei und Videos, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind.

Die blaue Farbe zieht sich wie ein gemeinsames Thema durch viele der Werke, die gesellschaftliche Themen ebenso wie persönliche Fragestellungen aufgreifen. Kira, Franka, Erik, Mark, Nora, Claudia, Pia, Annika, Lyn, Klara und Paula betrachten und verarbeiten die Welt, wie durch einen „blauen Filter“.

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„Komplex : Heimat“

Sonderausstellung des unofficial.pictures e.V. aus Leipzig

Vom 16. März 2023 bis 17. April 2023

„Wir Sachsen, wir sind helle, das weiß die ganze Welt! Und sind wir mal nicht helle, dann haben wir uns verstellt“, so sagt ein altes sächsisches Sprichwort. Seit seiner Kindheit wundert sich der Fotograf Frieder Bickhardt über die Idee, dass „die Sachsen“ etwas besonderes wären. Denn nicht nur in gereimten Sprüchen geht es darum, auch die Politik nutzt diesen Lokalstolz in ihren Botschaften, wie Kurt Biedenkopf im Jahr  mit seiner viel kritisierten Behauptung, die Sachsen seien immun gegen Rechtsextremismus. Im Rest von Deutschland gibt es dagegen oft negative Vorstellungen, wie „die Sachsen“ so wären.

Woher kommt diese auch heute noch verbreitete Vorstellung, die Sachsen wären anders oder gar besser? Warum braucht es das? Was bedeutet es für das Zusammenleben, wenn wir uns immer wieder von „den Anderen“ abgrenzen? Wer ist beteiligt an der Konstruktion von sächsischen Identitäten?

Mit diesen Fragen und einer Großformatkamera im Gepäck hat sich Frieder Bickhardt immer wieder auf den Weg gemacht. Die Fotografie wird dabei zum Werkzeug für die eigene Auseinandersetzung, gleichzeitig kann er so seine Beobachtungen zeigen und zum Gespräch einladen. Nach gründlicher Recherche, mit ruhigen Blick vom Stativ hat er auf großen analogen Abzügen ganz verschiedene Orte, Szenen und Ereignisse in Sachsen fotografisch fest gehalten. Es sind Orte, an denen etwas passiert ist und immer noch passiert. Etwas, das für viele Teil „sächsischer“ Identität ist und werden kann.

Viel geht es dabei um Erinnerung an Geschichte, wie bei den Trauerkränzen für die Kriegsgefangenen der Wehrmacht in Zeithain oder bei der rekonstruierten Frauenkirche. Neben solchen eher „stummen“ Gesten und Orten sind auch Rituale wie eine Osterprozession der Sorben zu sehen oder gar eine mehrtägige Nachstellung der Völkerschlacht bei Leipzig. Durch die von Frieder Bickhardt vorgenommene Zusammenstellung dieser identitätsstiftenden Handlungen kommt unweigerlich die Frage auf, wer hier in welcher unbewussten oder bewussten Absicht handelt. Dass keine Form des Erinnerns neutral ist, wird vielleicht besonders deutlich am Bild der Blumen und Trauerbeigaben für das Opfer einer Messerstecherei in Chemnitz im September 2018. Innerhalb weniger Tage gab es eine massive ausländerfeindliche Mobilisierung mit Hetzjagden, deutschlandweite politische Diskussionen und das auf einem anderen Foto abgebildete große Konzert als Gegenveranstaltung. Der dafür genutzte Hashtag #wirsindmehr verweist bereits darauf, dass auch hier um Identität gerungen wird. Auf einem anderen Bild ist eine leere Wiese in der Frühlingsstraße in Zwickau zu sehen – die Stelle, wo Beate Zschäpe ihr Wohnhaus sprengte. Das Foto wirft die Frage auf, wie eine Stadt damit leben kann und es in ihre lokale Identität integriert, dass jahrelang eine Terrorgruppe sich hier verstecken konnte. Auch für die antifaschistische Bewegung aus Sachsen ist diese Frage zum eigenen Bezugspunkt geworden.

Neben diesen politisch aufgeladenen Ereignissen zeigt Frieder Bickhardt aber auch Natur. Auf einem Bild sehen wir beispielsweise einen Wald in der Sächsischen Schweiz – identitätsstiftender Ausflugsort für viele Sachsen. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass hier ein Waldbrand gewütet hat, der zum Glück vor der ganz großen Katastrophe gelöscht werden konnte. Am Ende legt die Ausstellung auch nahe, die vielen Umbrüche nicht nur als Bedrohung für „die sächsische Identität“ wahrzunehmen. Eine Aufnahme aus Hoyerswerda zeigt Flamingos im Zoo gleich hinter dem Schloss. Sie scheinen sich hier wohl zu fühlen – auch wenn wohl kaum jemand sagen würde, dass sie zu Sachsen gehören. Sie sind einfach da.

Die Ausstellung ist eine Produktion des unofficial.pictures e.V. aus Leipzig. Der Verein, der sich als Plattform für das Erzählen des Persönlichen und Politischen mit Fotografie versteht, hatte bereits bei dem Gemeinschaftsprojekt „Neue Sichten für Hoyerswerda“ mit dem Fotostammtisch der Kulturfabrik und dem Schloss und Stadtmuseum kooperiert. Wer ihre Arbeit unterstützen möchte, kann über die Webseite www.unofficial.pictures auch die in kleiner Auflage hergestellten analogen Handabzüge aus dem Projekt im Format 80×100 cm erwerben. Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und war 2022 Preisträger beim simul+ Mitmachfonds im Modul ReWIR. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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„Vergessener Glanz – Lost Places in Europa“
der Fotografin Carina Landgraf im Schloss Hoyerswerda

Vom 2. Oktober 2022 bis 20. Febraur 2023

Oblivion_Carina Landgraf

Das Schloss Hoyerswerda bat am Sonntag, den 2. Oktober, um 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Vergessener Glanz – Lost Places in Europa“ in seine Räumlichkeiten.
Die autodidaktische Fotografin, Carina Landgraf zeigt im Schloss ihre schönsten Lost Places in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern: von Belgien über Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien, Serbien, Tschechien, Slowakei bis Ungarn. Die Gäste des Schlosses erwartet eine Zeitkapsel voller vergangener historischer Pracht – traurig und schön zugleich. Landgraf versteht sich als Chronistin vergangener Pracht und Einzigartigkeit. Sie ist seit jeher fasziniert von verwunschenen, historischen Objekten, die sich durch die langsame Rückeroberung der Natur mit einer gewissen Melancholie neu erfinden können. Für sie sind dies wahre Zeitkapseln voller Geschichten, die darauf warten, gelesen zu werden. Deshalb fotografiert sie diese atmosphärischen Plätze im Kontrast zwischen Licht und Schatten, alten Formen und neuen Texturen und schafft so virtuelle Essays über Vergangenheit und Wirklichkeit. Angetrieben von der Sehnsucht, jene vergessenen Orte zu finden, die noch nicht ihrer vergehenden Schönheit im urbanen Raum beraubt wurden.

Die Sonderausstellung kann bis zum 20. Januar 2023 täglich vom 11-17 Uhr im 2. Obergeschoss des Hoyerswerdaer Schlosses besichtigt werden.

Der erste große Meilenstein ihrer Arbeit, ihr Bildband, erschien bereits im Sommer 2021 im Mitteldeutschen Verlag, Halle (Saale) unter dem Titel „Vergessener Glanz – Lost Places in Europa“.

Carina Landgraf, geb. 1980 in Dresden, ist autodidaktische Fotografin und erkundet seit ihrer Jugend alte Architektur und neue Landschaften. Seitdem zu ihrer Ausrüstung auch eine Kamera zählt, hat sie damit auf ihren Reisen die zeitlose Schönheit zahlreicher verlassener Gebäude in Europa verewigt und legt großen Wert auf die stimmungsvolle Bearbeitung ihrer Bilder.

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Von der Kohle ins Paradies.
Was ist geblieben vom Grauschleier über der Stadt?

Vom 20. November 2022 bis 14. Januar 2023

Die AG Zirkel schreibender Arbeiter*innen zeigt die Abschlussausstellung ihres Projektes _Von der Kohle ins Paradies. Was ist geblieben vom Grauschleier über der Stadt? _

Hierbei ging es um eine Gegenüberstellung und das Verbinden von Perspektiven älterer Menschen die langjährig mit Hoyerswerda und/oder „Pumpe“ (ehemals: VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe) verbunden sind – und jungen Menschen aus dem heutigen Hoyerswerda und Umgebung. Die unterschiedlichen Perspektiven wurden aktiv mit in das Projekt eingebunden.
Die entstandenen Texte, Illustrationen, Audiomitschnitte und Fotografien sind vom 20.11.2022 bis 14.01.2023 im Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda zu sehen.

VERNISSAGE: 20.11.2022, 14 bis 18 Uhr im Schloss und Stadtmuseum in Hoyerswerda | mit Musik von der Platte [Alfonso Bocadillo]

FINISSAGE: 14.01.2023, im Schloss und Stadtmuseum in Hoyerswerda

Das Projekt wird finanziert durch den simul+Mitmachfonds, dem Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien/Netzwerkstelle Kulturelle Bildung und dem Kleinprojektefonds – Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

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Archiv

Kunstaussstellung „WANDEL“ des Leon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda
vom 11. Juli bis zum 18.09.2022

Die Sonderausstellung „Wandel“ ist seit 11. Juli 2022 die Präsentation künstlerischer Arbeiten des Abschlussjahrgangs am Hoyerswerdaer León-Foucault-Gymnasium.

Sie zeigt Arbeiten der jungen Künstler aus den Bereichen Malerei und Grafik, die in intensiver Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen entstanden sind.
Das Foucault-Gymnasium fördert seit vielen Jahren sehr erfolgreich die künstlerische Ausbildung begabter Schüler. Hier setzen sie sich mit verschiedenen Themen auseinander und erlernen dabei Techniken im Umgang vom plastischem Gestalten bis hin zu prozesshafter Kunst.  Ihren Abschluss und Höhepunkt findet die Ausbildung in einem zweijährigen wöchentlich 5stündigen Kunstkurs für die 17 und 18jährigen Schüler.

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Manfred Vollmert – Metalldesign
vom  8. Mai 2022 bis zum 4. Juli 2022

Das Stadtmuseum Hoyerswerda lädt zur neuen Sonderausstellung „Manfred Vollmert – Metalldesign“  ein.

In der Ausstellung präsentiert werden Arbeiten des Seidewinkler Künstlers aus über 50 Jahren unermüdlich kreativer Schaffenszeit.
Manfred Vollmerts Arbeiten prägen das künstlerische Bild Hoyerswerdas, der Region und zahlreicher Städte bis heute. Der Hoyerswerdaer „ZDF“- Brunnen am Elsterbogen sowie das Kupferrelief im Hoyerswerdaer Lessinggymnasium als auch die Brunnen und Plastiken in Spremberg, Cottbus, Berlin und Rostock sind feste und nicht mehr wegzudenkende Bestandteile des urbanen Raums. Ebenfalls in der Ausstellung präsentiert werden Kleinplastiken, Medaillien, Gebrauchsgegenstände und Auftragsarbeiten für den sakralen Raum.
Die Besucher der Ausstellung sind herzlich eingeladen sich von dem vielfältigen handwerklichen und künstlerischen Können des Metallgestalters begeistern zu lassen.

Vita Manfred Vollmert

11.02.1937          in Hangelsberg/Spree geboren
1943-1951           Grundschule Fürstenwalde und Rosswein
1951-1954           Lehre als Stahlgraveur und Zeichenkurse
1954-1959           Studium am Institut für künstlerische Gestaltung Halle/ Burg Giebichenstein
ab 1956                Hochschule für industrielle Formgestaltung
1958                      Meisterprüfung als Korpusgürtler
1959-1980           Bereichsleiter Abteilung Gürtler Silberschmiede in der KPG Seidewinkel
1965                      anerkannter Kunsthandwerker
1968                      Mitglied im Verband bildender Künstler
1978                      goldene Ehrennadel des Handwerks
seit 1985              freiberufliche Tätigkeit in eigener Werkstatt
1985                      Carl-Blechen-Preis
ab 1990                Mitglied im Brandenburgischen Verband Bildender Künstler (BVBK/BBK)

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

1968-1990           beteiligt an allen Kunstausstellungen des Bezirks Cottbus
1977                      Eisenhüttenstadt
1978                      II. Quadrinale des Kunsthandwerks Erfurt
Potsdam-Babelsberg
Stadthalle Cottbus
1979                      Spreewaldmuseum Lübbenau
1980                      Schlossmuseum Senftenberg
1981                      Metallgestaltung in der DDR
1982                      Kunst und Sport
1983                      Deutsche Bücherstube Berlin
Oberschule Losah
1995                      Kreismuseum Spremberg
1997                      Stadtmuseum Hoyerswerda
2002                      Museum Fürstenberg
2007                      Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, Beteiligung
2012                      Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda
2013                      Schloss Königshain

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Fotoausstellung zu den beliebtesten Ziegen von HoyWoj im Schloss Hoyerswerda

vom  8. Mai 2022 bis zum 14. August 2022

Mit der Sonderausstellung „Schnappschuss mit Ziegen“ holt das Stadtmuseum Kindheitserinnerungen ins Schloss. Denn auf den beiden Bronzeziegen der Künstlerin Dorothea von Philipsborn, die im Zoo Hoyerswerda seit den 1960er Jahren stehen, haben Generationen von Kindern Platz genommen. Und meist wurde hierbei ein Schnappschuss mit der tierischen Skulptur in zahlreichen Fotoalben verewigt.

Im Jahr 2019 rief das Museum die Bürger und Bürgerinnen der Stadt dazu auf, Bilder von genau diesem Motiv „Sitzend auf den Ziegen“  für eine Ausstellung einzureichen. Die aus den zahlreichen Einsendungen entstandene Schau zeigt nun Aufnahmen von mehr als 200 zumeist strahlenden Kindern auf dieser Skulptur und erzählt zugleich die Geschichte der Ziegenskulptur und ihrer Schöpferin. Es ähnelt einem Wimmelbild mit dem fast immer gleichen Motiv, mal in schwarz/weiß, mal in Farbe. Leider kam Corona dazwischen und die Präsentation der Fotos musste lange warten. Aber nun ist sie endlich da. Aufgrund der gringen Größe des Ausstellungsraumes wird auf eine klasssische Ausstellungseröffnung verzichtet. Im Sommer wird es insbesondere für diejenigen, die sich an der Fotoschau beteiligt haben eine gesonderte Veranstaltung geben.

Die Schau ist im Schloss ab dem 8. Mai 2022 im Erdgeschoss des Schloss & Stadtmuseums Hoyerswerda – im Foyer, rechts hinter dem Schlosssaal – zu sehen und ist über den Hofeingang zugänglich.

Wir danken allen Beteiligten, die mit ihren tollen Fotos diese Schau ermöglicht haben.

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Vom 22. November 2021 bis zum 14. Januar 2022 musste unser Museum erneut aufgrund eines weiteren Corona-Lockdowns geschlossen bleiben.

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Fotostammtisch zeigt „Neue Sichten für Hoyerswerda“ im Schloss & Stadtmuseum

vom  15. November 2021 bis zum 27. März 2022

Neue Sichten für Hoyerswerda“ ist der Titel der Sonderausstellung, die am 15. November 2021 im Schloss & Stadtmuseum eröffnet wird. Gezeigt werden beeindruckende Aufnahmen, die jede für sich und durch die Zusammenstellung spannende Geschichten erzählen – festgehalten von Mitgliedern des Hoyerswerdaer Fotostammtisches. Die Vernissage beginnt um 17 Uhr.  Die Ausstellung ist dann bis Ende Februar zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums im Schloss Hoyerswerda zu sehen.

Menschen im In- und Ausland assoziieren Hoyerswerda oft mit Neonazis und den Pogromen von 1991 oder in jüngerer Zeit mit dem Schrumpfen der Stadt durch das Einbrechen der Braunkohleindustrie und dem Abriss der Plattenbauten. „Auch wenn hinter all dem reale Probleme stehen, schienen sie uns zu vereinfacht erzählt“, schildern die Fotografen Frieder Bickhardt und Rafael von Brix vom Fotokollektiv unofficial.pictures aus Leipzig ihren Eindruck von einer Diskrepanz zwischen dem Medienbild und der Realität vor Ort. Sie entwickelten daher im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem langjährigen Leiter des Fotostammtisches Peter Radke und in Kooperation mit der Kulturfabrik Hoyerswerda ein Projekt, dem sich neun Teilnehmer*innen des Fotostammtischs schnell anschlossen. Am Anfang stand, gemeinsam mit der Geographin Beata Zschieschang, ein reger Austausch über die Trennung der Stadt durch die Elster, die jeweiligen Identitäten auf beiden Seiten und der „Hoyerswerdschen“ insgesamt. Alle Teilnehmer*innen fanden ein für sich interessantes eigenes Thema unter dem Obertitel „Neue Sichten für Hoyerswerda“. In den folgenden Wochen und Monaten entwickelten sie jeweils eine eigene fotografische Herangehensweise, eine eigene Sicht für Hoyerswerda. Man traf sich regelmäßig, mit dem Lockdown im November sehr schnell nur noch digital, was dem Austausch und den ausführlichen Bildbesprechungen indes nicht im Weg stand. Nach mehr als einem Jahr steht nun die Ausstellung im Schloss mit sieben Arbeiten.

Andreas Gebauer „Hoywoys tierische Seite“

Im Saal im Erdgeschoss zeigt Andreas Gebauer „Hoywoys tierische Seite“ – im Zoo schuf er wirkliche Charakterportraits der Tiere, die Plastiken der Anlage ergänzen dabei das Bild und verweisen auf die Geschichte des Zoos. Alle anderen Arbeiten sind in den Räumen der Sonderausstellung im 2. Obergeschoss zu sehen. Der erste Raum lädt ein mit einer persönlichen Arbeit von Günther Hertwig: „Wir haben rüber gemacht“. Aus der gemeinsamen Betrachtung der großen Deutschlandkarte und einer Slideshow mit Familienbildern erschließt sich, dass hier erzählt wird, „wie aus Wessis Ossis wurden“. Dem gegenüber stehen die Lichtmalereien von Tobias Reißbach und Mike Meier. Mit Langzeitbelichtungen bei Nacht und komplexen Bewegungen mitgebrachter Lampen haben sie Farbe an Stadtbekannte Orte gebracht und zeigen sie so wortwörtlich „Im eigenem Licht“. Den nächsten Raum füllt die Arbeit „Hoyerswerda im Wandel“ von Eberhard Rosenberg und Georg Vesper. Sie haben Zeitungsfotos von Uwe Schulz, größtenteils aus den 90er Jahren, und eigene Bilder aus dieser Zeit als Ausgangspunkt genommen, um im Vergleich mit aktuellen eigenen Aufnahmen zu zeigen, wie sich in Hoyerswerda seitdem die Architektur und damit das Stadtbild grundlegend verändert hat. Einen Raum weiter fällt der Blick auf die Arbeit von Karena und Andreas Pelz. Sie haben den Knappensee „im Dornröschenschlaf“ dokumentiert und thematisieren in ihren durchkomponierten Landschaftsbildern auch die Versuche, ihn wieder zugänglich zu machen und die dabei aufgetretenen Rückschläge. Direkt gegenüber hängen bisher unveröffentlichte Fotos von Peter Radke. Als aktives Mitglied der Kufa dokumentierte er mit großer Begeisterung über acht bis zehn Jahre Veranstaltungen des Projekts „Eine Stadt tanzt“ unter der Leitung von Dirk Lienig. Unter den Farbaufnahmen mit opulenten Bühnenbildern zeigt er in schwarz-weiß präzise beobachtete Portraits der vielfältigen Teilnehmenden an dem Projekt. Im letzten – oder für alle Fahrstuhlfahrenden ersten – Raum zeigen schließlich die Bilder von Gerd Döring die verschiedenen Ortsteile von Hoyerswerda als „Lebendige Bestandteile der Stadt“. Seine Aufnahmen aus verschiedenen Jahreszeiten überraschen mit vielen dörflichen aber auch post-industriellen Ansichten, die so gar nichts mit dem allgemeinen Bild von Hoyerswerda gemein haben, und die teilweise sicher auch für die Menschen aus Hoyerswerda neu sind. Für alle Arbeiten haben die Fotografierenden gemeinsam mit unofficial.pictures eine ganz eigene Präsentationsform gefunden, die zu den jeweiligen Bildern und Aussagen passt. Finanziell ermöglicht wurde das Projekt schließlich durch zwei Förderungen der Kulturstiftung Sachsen und der Cellex Stiftung.

Alle Projekte könnten auch für sich stehen, aber erst zusammen schaffen sie es, „Neue Sichten für Hoyerswerda“ zu entwerfen.

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Malerei des Künstlers  Michael Kruscha unter dem Titel „anderswo“

vom 03. September 2021 bis zum 07. November 2021

Die aktuelle Sonderausstellung im Schlossmuseum ist einem Künstler gewidmet, der in Berlin lebt und 1961 in Hoyerswerda geboren wurde. Die Werke sind bis zum 07. November im Schloss zu sehen.

Michael Kruscha ist als Maler und Fotograf tätig. Seit 1990 unternahm Kruscha mehrere Projektreisen u.a. nach Mali, Andalusien, Nazca, New Mexico oder Sanaa, aus denen thematische Werkzyklen hervorgingen. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren entstand auch an verschiedenen Orten der Welt sein fotografisches Langzeitprojekt Bus Stops -Haltepunkte im Grenzenlosen.

Inhalt seiner Malerei sind zumeist Objekte und Eindrücke seiner Reisen. Ein besonderes Interesse spielen bei ihm die südlichen Länder, die Form und Farbenwelt, die oft klare kubische Architektur, die kargen Gegenden und das warme Licht.
Diese dienen ihm als Medien der Auseinandersetzung und Reflektion über das Gesehene und Erlebte. Die Arbeiten/ Diese werden oft stark abstrahiert stark oder reduziert. Charakteristisch sind dabei die Überlagerung von Bildebenen und von  grafischen und geometrischen Strukturen. Ferner auch die Überlagerung von Farbflächen und Symbolen.
Entstanden sind die gezeigten Arbeiten in den Jahren 2000 bis 2009.
Kruscha gründete mit den Kunstraum in der Kulturfabrik und kuratiert seit Beginn die Ausstellungsserie, die am Samstag ihren fünften Geburtstag feiert.

Jeder reisende Künstler bringt im wahrsten Sinne des Wortes seine  eigene Sicht der Dinge, seine eigene Welt mit, konstruiert und interpretiert Gegebenheiten entsprechend seinem Stil, seiner Technik, seiner Haltung ganz individuell.
Die künstlerische Darstellung der Fremde bleibt daher immer eine Annäherung. Die Sonderausstellung „anderswo“ verweist auf das, was bei ihm und in seinen Arbeiten so oft im Mittelpunkt steht: Das Ferne, das Exotische, das Fremde. Dass er dabei jedoch niemals ins Abbildhafte verfällt und stets den dokumentarischen Blick zugunsten einer vielschichtigen, oft gebrochenen Annäherung an die Motive aufhebt, zeugt von seiner konzeptuellen Herangehensweise, die zugleich die Qualität seiner Arbeiten unterstreicht. Seine Bilder illustrieren nicht, wie es in der Fremde ist, sondern dass alles Fremde schlussendlich konstruiert ist durch das Auge des jeweiligen Betrachters. Sie rufen damit ganz aktuell und in der Gegenwart verankert zu einer Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung des scheinbar Fremden auf. Die Ausstellung „anderswo“ präsentiert Arbeiten der Jahre 2000–2009. Die Themen „Stierkampf“, „Flamenco“, „Pueblos“ und „Die arabische Welt“ stehen im Mittelpunkt.
Dr. Sören Fischer

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„NIEMALS STILLSTAND“

vom 15. Juni 2021 bis zum 31. August 2021

Junge Kunst in alten Gemäuern gab es  traditionell ab dem 15. Juni 2021 im Schloss & Stadtmuseum zu sehen. Unter dem Motto „NIEMALS STILLSTAND“ gestaltete der Leistungskurs Kunst des Leon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda erneut eine außergewöhnliche Sonderausstellung.

Gezeigt wurden künstlerische Arbeiten, die in den vergangenen zwei Jahren unter Anleitung der betreuenden Fachlehrerin Kristin Partusch entstanden sind. Unter anderem aus den Bereichen Malerei, Grafik, Collage, Mischtechnik, Künstlerbuch, Fotografie, Plastik, Objektkunst, Videokunst.

Die Arbeiten sind das Ergebnis einer intensiven Förderung junger Talente am Leon-Foucault-Gymnasium. Begabte Schülerinnen und Schüler erfahren von der 8. Klasse bis zur 10. Klasse im künstlerischen Profil eine starke Förderung in den verschiedenen Grundtechniken und –theorien.

Die Leistungskurse Kunst in den Klassen 11 und 12 widmeten sich ausführlich der Theorie und Praxis in den Bereichen Plastik, Skulptur, Objektkunst; Malerei; Grafik und Druckgrafik; gattungsübergreifende Kunst wie Architektur, Design, Fotografie, Buchgestaltung. Die Ausstellung ist ein Spiegel jungen, künstlerischen Schaffens und zeigte auf vielfältige Weise Talent, Fantasie und Können junger Lausitzer.

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Vom 02. November 2020 bis zum 31. Mai 2021 musste unser Museum aufgrund des 2. Corona-Lockdown geschlossen bleiben.

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„VERGESSENE OPFER der NS-Euthanasie“

vom 03. September 2021 bis zum 02. November 2021

Den „Vergessenen Opfern der NS-Euthanasie“ widmete sich die neue Sonderausstellung ab dem 03. September 2020 im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda. Die Wanderausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenschein erinnert auf 21 Tafeln in deutscher wie auch polnischer Sprache mit berührenden Schilderungen an einzelne Schicksale.

Mehr als 2 500 Menschen aus Schlesien fielen zwischen 1940 und 1945 den nationalsozialistischen Krankenmorden zum Opfer. Aufgrund von Behinderungen oder psychischen Erkrankungen galten sie den Nationalsozialisten als „lebensunwert“.  Allein in der Gaskammer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein starben mehr als 1 500 Menschen aus Schlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die Verbrechen für viele Jahrzehnte weitgehend vergessen.

Seit 2018 erinnert diese Wanderausstellung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten an die Opfer. Die Ausstellung stellt die zunehmende Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar, die nach Kriegsbeginn 1939 zu einem systematischen Massenmord führte. Anhand von Biografien der Opfer rekonstruiert sie den Weg schlesischer Psychiatriepatienten nach Sachsen und ihre Ermordung im Rahmen verschiedener Tötungsaktionen. Gleichzeitig nimmt sie die Verantwortung der Täter und die nachlässige juristische Verfolgung der Verbrechen nach 1945 in den Blick.

Die Ausstellung war bis zum 02. November 2020, im Schlosssaal des Stadtmuseums zu sehen.

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Warum Menschen vor dem Klima die Flucht ergreifen
Wanderausstellung „Klimaflucht“ der Deutschen KlimaStiftung auf Tour

vom  18 Juli 2020 bis 10. September 2020

Welche Auswirkungen hat die globale Erderwärmung auf die Fischer in Mekong-Delta? Welche Sorgen haben die Olivenbauern in Griechenland? Mit diesenund ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Wanderausstellung „Klimaflucht“ der Deutschen KlimaStiftung (DKS). Zwölf lebensgroße Figuren erzählen in Audiobeiträgen über ihre Schicksale, Sorgen und wie der Klimawandel sich auf ihr Leben auswirkt. Diese zwölf realen Geschichten stehen für Menschen aus allen Teilen der Welt. Zum Beispiel die Geschichte der Frau aus Somalia, der es durch die Dürren im Land immer schwerer fällt, Wasser zu finden. Oder die Geschichte der Schülerin aus Kiribati, die fürchtet, dass ihre Heimat durch den steigenden Meeresspiegel verschwinden wird.

Die Wanderausstellung bietet den Besuchenden außerdem Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Größe des ökologischen Fußabdrucks in den einzelnen Ländern. So soll Aufmerksamkeit für klimabedingte Flucht und Migration geschaffen werden. Seit Februar 2016 tourt sie durch Deutschland und kann bei der Deutschen KlimaStiftung kostenfrei ausgeliehen werden. Ab Sommer 2020 wird die Ausstellung zudem im Projekt „KlimaGesichter – Gib dem Klimawandel ein Gesicht“ der Nationalen Klimaschutz Initiative des Bundesumweltministeriums auf eine bundesweite BildungsTour gehen: https://klimagesichter.de/angebote/bildungstour/

Die Wanderausstellung „Klimaflucht“ wurde von Ria Papadopoulu entworfen. Sie hat den Auswahlwettbewerb unter Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild und szenischer Raum an der technischen Universität Berlin gewonnen. Umgesetzt wurde die Ausstellung von der Deutschen KlimaStiftung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen.

Dank der Unterstützung durch die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)  United Nations Association of Germany ist es möglich, dass diese Ausstellung hier im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda ab dem 18. Juli zu sehen war. Wir sagen herzlich DANKE!

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Vom 12. März bis zum 07. Juni 2020 musste unser Museum aufgrund des 1. Corona-Lockdown geschlossen bleiben.

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Weihnachtsessen anders sehen

vom 01. Dezember 2019 bis 30. Januar 2020

Pünktlich zum 1. Dezember wurde unsere kleine Weihnachtsausstellung „WEIHNACHTSESSEN anders sehen“ im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda eröffnet, ein historischer Streifzug durch die Geschichte des Essens, in welchem alle Sinne angesprochen werden. Dank an alle Beteiligten, die uns dabei so tatkräftig unterstützt haben und Dank an unseren museumswissenschaftlichen Volontär Marcel Steller für sein gelungenes Ausstellungsprojekt, welches er eigenständig vorbereitet und umgesetzt hat.

Was wäre Weihnachten ohne Stollen und Gänsebraten, ohne Kartoffelsalat mit Würstchen und ohne Lebkuchen und Vanillekipferl? Weihnachten geht nicht nur durch die Herzen, sondern auch durch den Magen. Die besondere Esskultur zum Fest der Feste hat eine besondere Geschichte. Historiker Marcel Steller vom Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda ist ihr auf die Spur gegangen und hat dabei auch einige regionale Schmankerl herausgefunden.

Weihnachten riecht nach Zimt und Cardamom, nach Nelken und Anis.

Denn mit diesen und anderen Gewürzen backen wir zur Adventszeit ganz besonders gern – und das schon seit vielen Generationen. „Besonders auffällig für unsere Region ist die große Vielfalt an Gebäcken zur Weihnachtszeit. Da gibt es den Christstollen und die Pflastersteine, die Pulsnitzer Spitzen und Liegnitzer Bomben oder die sorbischen Neujährchen. Und jedes hat seine eigene Geschichte“, erklärt Marcel Steller. Der Christstollen, den wir heute als mächtig üppiges Butter-Zucker-Backwerk kennen, sei ursprünglich ein Fastengebäck aus Mehl, Wasser und Öl gewesen. „Erst mit dem Butterbrief des Papstes durften die Mönche auch Butter statt Öl verwenden. Das hatte natürlich auch Einfluss auf die Rezepte“, sagt der Historiker. Die Geschichte des Riesenstollens, der beim Dresdner Striezelmarkt und auf dem Bautzener Wenzelsmarkt angeschnitten wird, reicht übrigens bis zu August dem Starken zurück. „Er ließ anlässlich einer pompösen Truppenschau mit 20.000 Gästen einen Riesenstollen backen. Für das 1,8 Tonnen schwere Gebäcke musste extra ein 1,60 Meter langes Messer geschmiedet werden“, erzählt der wissenschaftliche Volontär.

Auf der Suche nach Anekdoten rund um die Weihnachtsküche ist er nicht nur auf diese, sondern auch andere kleine Zuckerstücke der Vergangenheit gestoßen. Erfahren können Besucher diese ab dem 1. Dezember bei der Sonderausstellung „Weihnachtsküche anders sehen“ im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda. Für Marcel Steller ist es die erste Ausstellung in diesem Umfang, die er unter der Regie von Schlossleiterin Kerstin Noack und der museumswissenschaftlichen Leiterin Boglárka Szücs realisieren konnte. Über Wochen recherchierte er in Büchern und in digitalen Quellen und hat sich sogar in einem Hamburger Museum für Lebensmittelzusatzstoffe schlau gemacht.

Neben der Ausstellung war auch ein umfangreiches Begleitheft mit Wissenswertem und Überraschendem rund um die Geschichte unserer Esskultur entstanden. Bei seinen Recherchen ist Marcel Steller auch der Frage nachgegangen, wie es kommt, dass unser Tisch zu Weihnachten besonders reich gedeckt ist, obwohl aufgrund der kalten Jahreszeit kaum noch etwas auf den Feldern wächst. Was dahintersteckt und mit welchen Tricks die Lebensmittelindustrie heute traditionelle Weihnachtsleckereien produziert, konnten Besucher beim Besuch im Schloss & Stadtmuseum erfahren.

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Fotoausstellung GLORIA – Kirchen in Brandenburg

vom 24. November 2019 bis 30. Januar 2020

„Der 1989 geborene Klemens Renner legt seinen Schwerpunkt auf Architektur – und Portraitfotografie. In seiner 21. Ausstellung…“ GLORIA – Kirchen in Brandenburg, entstanden anlässlich des Reformationsjahres 2017, „…spiegelt sich die gegenwärtige Spannung in der Glaubenswelt der christlichen Kirchen wider. Mit aufmerksamen Blick betrachtet Klemens Renner intakte, teils umgenutzte und ruinöse Kirchen. Der Umgang mit der christlichen Sakralarchitektur in unserer Gegenwart gehört zu den aktuellen Fragen der Zeit, einen Teil bestimmt die Kirchenumnutzung.“ (Quelle: https://www.weltkunst.de/veranstaltungen/potsdam/ausstellung/gloria-kirchen-in-brandenburg)

Neben den Kirchen aus Brandenburg sind in einem weiteren Ausstellungsraum Fotografien bekannter historischer Kirchen in und um Hoyerswerda zu sehen, die von der Fotografin Carina Landgraf fotografisch festgehalten wurden.

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Jahressonderaussstellung zum Jubiläum 60 Jahre Zoo Hoyerswerda

vom 07. Juli 2019 bis 10. November 2019
Ein Tiergarten entsteht… – Die Jubiläumsausstellung zu 60 Jahre Zoo Hoyerswerda

Das Stadtmuseum lädt seit dem 07.07.zu seiner neuen Sonderausstellung „Ein Tiergarten entsteht… – Die Jubiläumsausstellung zu 60 Jahre Zoo Hoyerswerda“ in das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda ein.

„Noch vor 1957 – ich war damals Direktor des Museums Hoyerswerda – hatten wir das Gelände um das Schloss herum zu betreuen und da ergab sich eigentlich: Irgendetwas müssten wir damit anstellen. (…)  Und da kamen wir auf die Idee: Wie wäre das, wenn man eben links und rechts vom Niedergang – also in Richtung auf den jetzigen Tierpark  zu – ein paar Gehege bauen könnte.“
-Günter Peters vom 28.01.1987-

Wagen Sie einen Blick in die Vergangenheit und schwelgen Sie in Erinnerungen an jene Tage, als Günter Peters mit der Unterstützung unzähliger Helfer, auf dem Gelände des einstigen Schlossparks, ein blühendes Paradies für Mensch und Tier, ein Naherholungszentrum für die Bürger Hoyerswerdas schuf.

Die Ausstellung ist bis zum 07. November diesen Jahres zu sehen.

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Ausstellung des Leistungskurses Kunst Klasse 12 des Leon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda 

vom 28. März 2019 bis 08.Mai 2019

„LANDSCHAFT im WANDEL“

Sonderausstellung des Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda
im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda

Junge Kunst in alten Gemäuern gibt es  erneut vom 28. März 2019 bis 08. Mai 2019 im Schloss & Stadtmuseum zu sehen. Unter dem Motto „LANDSCHAFT im WANDEL“ gestaltet der Leistungskurs Kunst des Leon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda eine außergewöhnliche Sonderausstellung.
Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die in den vergangenen zwei Jahren unter Anleitung der betreuenden Fachlehrerin Ines Lenke entstanden sind, darunter:

– Malerei und Grafiken (entstanden in Klausuren und freie Themen)
– Tiefdrucke, Fotos und Fotobearbeitungen, Collagen
– Plastiken und Objekte
– Bücher und Leporellos
– Verschiedene Kunstwerke als Ergebnis einer Ostseeexkursion (Bücher, Objekte und Körpermalerei)

Die Arbeiten sind das Ergebnis einer intensiven Förderung junger Talente am Leon-Foucault-Gymnasium. Begabte Schülerinnen und Schüler erfahren von der 8. Klasse bis zur 10. Klasse im künstlerischen Profil eine starke Förderung in den verschiedenen Grundtechniken und –theorien.
Die Leistungskurse Kunst in den Klassen 11 und 12 widmen sich ausführlich der Theorie und Praxis in den Bereichen Plastik, Skulptur, Objektkunst; Malerei; Grafik und Druckgrafik; gattungsübergreifende Kunst wie Architektur, Design, Fotografie, Buchgestaltung, Aktionskunst und Körpermalerei. Die Ausstellung ist ein Spiegel jungen, künstlerischen Schaffens und zeigt auf vielfältige Weise Talent, Fantasie und Können junger Lausitzer.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, dem 28. März um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

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Das Anliegen

Die „liebe Liebe“ begleitet uns ein Leben lang – als größtes Glück, Hoffnung, Wunschbild für ein erfülltes Leben oder Verlust und tiefen Schmerz! Wir sammeln Geschichten über die Liebe in allen Lebensaltern – als Liebe zwischen (Groß-)Eltern und Kindern, als Freundesliebe und natürlich in romantischer Form mit oder ohne körperlicher Spannung. Dabei möchten wir ganz unterschiedliche Darstellungen dieses großen Gefühls, das Menschen sich nahe sein lässt, das sie inspiriert, sich und anderen zu vertrauen und über sich hinauszuwachsen – mit allen Zweifeln, Rätseln und Verrücktheiten, Erwartungen und Wertbildern sammeln. Beim „Einsammeln“ von Besucherbeiträgen half uns unsere Projektbaustelle „Herzkammer“ – ein begehbares Forum mit einer Riesenmalwand sowie der Geschichtenwettbewerb. In der „Herzkammer“ fand außerdem der Medienworkshop „Alles Familie!“ für Gruppen statt, die entstehenden Schülerarbeiten flossen ebenfalls in die Ausstellung ein.

Was ist eigentlich Liebe?

Was macht die Liebe mit unserem Denken und Fühlen? Wo in uns hat die Liebe ihren Platz? Kann man nur eine Person (auf romantische Weise) lieben oder ist das Gefühl umfassender? Welche kulturellen Vorstellungen, Wertebilder und Erwartungen fördern Liebe und welche behindern sie? Wie kommen wir unserer Vorstellung von Liebe im Alltag, im sozialen Miteinander, im Mix aus Pflichten, unterschiedlichen Motivationen, Ängsten und Zweifeln näher?

Eine Ausstellung

Aus den Beiträgen unseres Geschichtenwettbewerbs und den Begleitprojekten entstand eine Wanderausstellung, die im Mai 2018 eröffnet wurde und denächst durch das Land reisen wird.

Highlights der Wanderausstellung sind unter anderem die Medienstationen, an denen ausgewählte Beiträge des Geschichtenwettbewerbs als Animationen lebendig werden. Aber auch sonst gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel den „Liebeskraftmesser“, an dem Paare testen können, wie stark ihre Zuneigung ist!

Themenräume – 4 „Zimmer“

Die Ausstellung entwickelt sich aus vier Themeninszenierungen. In der „Wohnküche“ dreht sich alles um das soziale Miteinander in einer Familie, Lebens- bzw. Wohngemeinschaft, um Pflichten und Alltägliches im Zusammenleben. Im „Bad“ geht es um das eigene Ich, die eigenen Wünsche, Sehnsüchte, Zweifel. Das „Schlafzimmer“ ist die Welt des Bettes, Rückzugsort, Kuschelkoje. Das „Kinderzimmer“ blickt auf die anderen Generationen: Würde ich so leben wollen wie meine Eltern oder Großeltern? Wie nehme ich sie, ihre Beziehung(en) wahr? Was bedeutet das für mich?

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IM MOOR (bis zum 11. Februar)
Kunstausstellung Malerei / Grafik / Fotografie / Objektkunst

Blick in die Ausstellung „IM MOOR“

Vier Künstlerinnen, die sich zu einem Thema zusammenfanden – das MOOR. Mittels Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst schufen sie berührende Werke und zeigen nun die Ergebnisse Ihrer künstlerischen Auseinandersetzung in einer gemeinsamen Sonderausstellung im Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda.

Am Freitag, dem 26.10.2018 um 18 Uhr wurde die Ausstellung „IM MOOR“ gemeinsam mit den vier beteiligten Künstlerinnen Dorothee Kuhbandner (Malerei/Grafik) und Gabriele Seitz (Fotografie) aus Radebeul, Rita Geißler (Grafik) aus Dresden und Ines Margret Lenke (Malerei / Grafik / Objektkunst) aus Elsterheide eröffnet . Jede dieser Künstlerinnen hat sich auf ihre ganz eigene Art und Weise mit der Landschaft von Mooren künstlerisch auseinandergesetzt. Lassen Sie sich entführen in die mitunter mystische, mitunter unberührte, teils dunkle, teils bunte Natur einer Moorlandschaft.

Die Werke dieser Ausstellung stehen zum Verkauf und sind noch bis zum Januar 2019 zu sehen. Eine herzliche Einladung an alle Kunstinteressierten.

 „Das hiesige Dubringer Moor konnte ich kürzlich mit einer Künstlergruppe durchstreifen. Die unglaubliche Pflanzenvielfalt und die unzähligen Schmetterlinge begeisterten mich sehr.“ (Dorothee Kuhbandner, Radebeul)

 „Es ist ein Ort des Werdens und Vergehens, eine Oase, in die der Mensch nicht eingreift. Seitdem lässt mich das Moor nicht mehr los…“ (Rita Geißler, Dresden)

 „Das Moor ist für mich ein Kraft-Ort, ein Ort der Stille, wo ich der Natur ganz nahe bin, ein Ort, Vögel beobachten und erlau­schen zu können…“ (Gabriele Seitz, Radebeul)

 „Gefühltes Moor“ – „Gefühle – Ängste – Träume I Bewunderung für Strukturen I Spiel zwischen Farben und Formen I Werden und Vergehen I Verarbeiten I Erfahrungen und Erlebnisse /Hoffnung I und I Freude I am Experimentieren“

(Ines Margret Lenke, Elsterheide/Tätzschwitz)

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75 x HOYERSWERDA

Hier wird Stadtgeschichte in Geschichten lebendig. 75 Objekte erzählen die Geschichte der Stadt Hoyerswerda vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart  mal amüsant – mal traurig, mal seltsam – mal typisch, aber in jedem Falle spannend. Eine bunte Mischung kleiner historischer Anekdoten, die uns diese Stadt ein stückweit näher bringen.

Sonderausstellung zur 750 Jahrfeier zeigt geschichtsträchtige, spannende und kuriose Objekte

Seit Oktober können Besucher im Schloss & Stadtmuseum durch 750 Jahre Stadtgeschichte bummeln. Die neue Sonderausstellung „75 x Hoyerswerda“ wurde am 2. Oktober eröffnet und zeigt 75 ausgewählte Objekte, die lebendige Episoden aus den vergangenen Jahrhunderten erzählen.

Bleihrohr mit innen liegendem Pergament aus dem Jahr 1887 der Familie Karl Lehmann – Die Geschichte, die hier handschriftlich niedergeschrieben wurde, berichtet vom Aufbau des Haues in der Kirchstraße 18 in dieser Zeit, vom Handwerk und den aktuellen Ereignissen in Hoyerswerda zu jener Zeit.

Das älteste Objekt, das Besucher erwartet, ist der steinerne Wasserspeier, der noch aus dem 13. Jahrhundert stammt. Das jüngste Ausstellungsstück ist ein Wandtelle

r des Bildhauers Jürgen von Woyski, der früher die Fassade des Treff-8-Centers zierte. „Es war uns wichtig, Objekte auszuwählen, die so gut wie möglich die 750 Jahre abbilden“, sagt die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Boglárka Ilona Szücs. Eines ihrer Lieblingsstücke ist die Porzellanfigur einer sorbischen Brautjungfer. Das filigrane Kunstwerk wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Porzellanmanufaktur Meißen gefertigt und war dann sogar im Jahr 1900 bei der Weltausstellung in Paris zu sehen.

Zu den Objekten, die spannende Geschichten aus der Vergangenheit erzählen, gehört auch das Grabkreuz des Prinzen Lehmann, der der festen Überzeugung war, der Sohn von August dem Starken zu sein – damit jedoch bei niemandem Glauben fand. Zu den Kuriositäten bei „75 x Hoyerswerda“ gehören mit

Sicherheit die Feierabendziegel – Dachziegel mit Mustern wie Sonnenstrahlen und Kleeblätter, die früher auf dem Rathaus oder dem ehemaligen Spital angebracht waren. Besucher können sich also auf einen unterhaltsamen Streifzug durch die Stadtgeschichte freuen.

Die nächste Ausgabe des beliebten Hoyerswerdaer Geschichtsheftes erscheint Ende Februar 2019 im Rahmen der Finnissage dieser Ausstellung. Die neue historische Broschüre soll etwas farbenfroher sowie bildreicher werden als die bisherigen Exemplare.  Mit aussagestarken Fotografien und unterhaltsamen Textbeiträgen bietet die nächste Ausgabe einen Streifzug durch 750 Jahre Stadtgeschichte.

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Hasan und die Generation der Enkel
Begegnungen in Hoyerswerda

Eröffnung der Aussstellung

Eine Ausstellung zur Einwanderung: im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda.

vom 4. November 2018 bis zum 6. Dezember 2018

Hoyerswerda heute ist: ein nicht nachlassendes bürgerschaftliches Engagement für Respekt, fairen und offenen Zusammenleben und der gemeinsamen Sorge für eine gute städtische Zukunft. Beispiel hierfür ist u.a. die gute Aufnahme der Geflüchteten seit 2015, die Hoyerswerda zu einer Stadt der Vielfalt gemacht haben. Einwanderung ist hier erneut Realität. Es gibt also aus Vergangenheit und Gegenwart viele Berührungspunkte, die eine Begegnung mit „Hasan und der Generation der Enkel“ lohnend machen – eine Ausstellung zur Einwanderung, die in Dortmund entstanden ist, dann aber in verschiedene Städte gewandert ist, zuletzt in Berlin-Pankow und Dresden zu sehen war, und von jeder Station etwas mitgenommen hat. Einwanderung hat viele Gründe und viele Gesichter, ist unterschiedlich, und hat viele Gemeinsamkeiten. Und sie ist Teil unserer Gesellschaft. Hasan lebte in Dortmund und war Arbeitsmigrant der „ersten Generation“; die Enkel: das sind junge Leute, die hier geboren und/oder aufgewachsen sind. Von ihnen handelt die Ausstellung, aber nicht nur: Die Ausstellung zeigt die Vielfalt von Migration, zu der auch Flucht gehört, und den langen Weg zu gleichberechtigter gesellschaftlicher Teilhabe. Zwanzig Stationen und viele Info-Säulen, Musik und Videos erzählen Geschichten, zeigen Hintergründe und geben Hinweise und Kommentare zum Weiterdenken. Zu sehen war die Ausstellung bereits in Dortmund, Hagen, Neuss, Düsseldorf, Berlin-Pankow und Dresden. Und von allen Stationen hat sie etwas mitgebracht. In Hoyerswerda sind die Koordinierungsstelle Bildung beim Oberbürgermeister, die RAA und das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda die Gastgeber. Sie geben der Ausstellung lokale Farbe: durch Info-Säulen und durch ein Begleitprogramm.

„Zusammenleben in Vielfalt und mit Respekt: das ist heute Hoyerswerda. Ich freue mich, dass mit ‚Hasan und Enkel‘ eine Ausstellung zur Einwanderung hier Station macht und wünsche ihr viel Interesse und uns allen gute Begegnungen.“ – Stefan Skora Oberbürgermeister von Hoyerswerda

Hasan und die Enkel. Begegnungen in Hoyerswerda ist eine Ausstellung zu Migration und respektvollem Zusammenleben. Sie wurde 2015 in Dortmund entwickelt und gezeigt, danach in verschiedenen Städten in West und Ost.

Team der Ausstellungsmacher*innen:

Michael Dückershoff, Dr. Ümit Koşan, Dr. Wilfried Kruse, Prof. Dr. Angela Paul-Kohlhoff.
Veranstalter von „Hasan und die Enkel. Begegnungen in Hoyerswerda“:
Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen im Rahmen des Projekts samo.fa, die Koordinierungsstelle Bildung beim Oberbürgermeister von Hoyerswerda, die RAA Hoyerswerda Ostsachsen e.V. und das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda.

weitere Informationen unter:
www.onkel-hasan.de

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INS SCHLOSS GEHOLT…
Werke des Hoyerswerdaer Künstlers Ernst Janetzky

Vom 29. April bis zum 30. August 2018 präsentiert die Gesellschaft für Heimatkunde Hoyerswerda – Museumsverein e.V. in Kooperation mit dem Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda Werke des Künstlers Ernst Janetzky.

Ernst Janetzky wurde am 07. Juni 1879 in Küstrin geboren. Schon als Schüler unternahm er erste Malversuche. Seine erste Ausstellung setzte er als Jugendlicher um. Nach seinem Studium zum Betriebsingenieur der Reichsbahn wurde er 1926 von Berlin nach Hoyerswerda versetzt, ab 1941 war er als Reichsbahnamtmann tätig.
Um seine künstlerischen Fähigkeiten zu vervollkommnen, unternahm er jährlich Studienreisen nach Paris und Italien. In seiner Freizeit war er unter anderem Mitglied der Gesellschaft für Heimatkunde Hoyerswerda. Er starb am 06.02.1958 in Hoyerswerda.

Für die Ausstellung im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda stellten zahlreiche Hoyerswerdaer ihre privaten Bilder zur Verfügung. Ergänzt wird die Sonderschau durch Werke aus dem Fundus des Stadtmuseums.

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Die Neustadt als Postkarten-Motiv
Sonderausstellung im Lichthof des Alten Rathauses zeigt Ansichten von 1957 bis heute

„Postkarten aus der Neustadt Hoyerswerda von 1957 bis heute“ sind in der neuen Sonderausstellung im Lichthof des Alten Rathauses in Hoyerswerda zu sehen. Die Ausstellung vom Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda kann bis zum 24. August 2018 während der Dienstzeiten besichtigt werden.

Vor mehr als 60 Jahren wurde der Grundstein für die Hoyerswerdaer Neustadt gelegt. Die neue Postkarten-Ausstellung bietet einen spannenden und eindrucksvollen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahrzehnte. Die Mitarbeiterinnen des Stadtmuseums haben eine aussagekräftige Auswahl an Ansichten zusammengestellt: Ein Blick auf die einzelnen Wohnkomplexe mit ihren Kaufhallen und Gaststätten sowie markante Gebäude wie das Krankenhaus und das Centrum-Warenhaus. Zu sehen sind nicht nur Straßenzüge und Fassaden, sondern teilweise auch Einblicke ins Innere von Gaststätten wie „Olympia“ und „Glückauf“ oder der architektonische bedeutsame Durchgang im WK I sowie der bekannte Springbrunnen des Bildhauers Jürgen von Woyski an der Otto-Damerau-Straße. Die Postkarten zeigen die bemerkenswerte Vielfalt in der Neustadt Hoyerswerdas, die das neue Zuhause für tausende Menschen aus der gesamten DDR wurde.

Bereichert wird die Sonderausstellung durch aktuelle Foto-Aufnahmen, die den starken Kontrast zwischen Postkarten-Motiven von gestern und Stadtansichten von heute verdeutlichen.

Sonderausstellung Postkarten aus der Neustadt Hoyerswerda von 1957 bis heute

Lichthof Altes Rathaus Hoyerswerda
25. Mai bis 24. August 2018

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Gebautes – Gemaltes – Geträumtes

Begabte Schülerinnen und Schüler des Leon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda erfahren von der 8. Klasse bis zur 10. Klasse im künstlerischen Profil eine starke Förderung in den verschiedenen Grundtechniken und –theorien.
Die Leistungskurse Kunst in den Klassen 11 und 12 widmen sich ausführlich der Theorie und Praxis in den Bereichen Plastik, Skulptur, Objektkunst; Malerei; Grafik und Druckgrafik; gattungsübergreifende Kunst wie Architektur, Design, Fotografie, Buchgestaltung, Aktionskunst und Körpermalerei. Eine Auswahl ihrer künstlerischen Tätigkeit in diesen 2 Jahren sind in dieser Präsentation auf beeindruckende Art und Weise zu sehen.

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Kleine Sonderschau „Strandkreationen – Strandkreaturen“

Die geheime Leidenschaft des Eugène Bruins – Zoodkurator im Zoo Hoyerswerda

Am 14. September, um 18 Uhr, eröffnet im Foyer des Schloss Hoyerswerda eine kleine Sonderschau unter dem Titel „Strandkreationen – Strandkreaturen, die geheime Leidenschaft des Eugène Bruins, Zoodirektor im Zoo Hoyerswerda“. Zugleich wird der Dauerausstellungsbereich „ErlebnisReich“ wieder eröffnet.

Das Team vom Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda freut sich, dass ein Teil des Hauses noch während der Sanierungsarbeiten wieder für Besucher geöffnet werden kann. Auch das Foyer des Schlosses wird wieder zugänglich sein. Dort erwartet Besucher die kleine Sonderschau mit mehr als 30 Kreationen beziehungsweise Kreaturen aus Muscheln, Knochen, Holz und Stein. Eugène Bruins, seit 2016 Direktor des Zoos Hoyerswerda, entdeckte während eines Urlaubs an der Nordsee 2014 seine Leidenschaft für das Fertigen von Figuren aus Naturmaterialien, die er am Strand findet. Die teils seltsam-schaurig, teils aber auch niedlich anmutenden kleinen Kunstwerke haben einen ernsten Hintergrund. Für den Zoodirektor ist es nicht nur ein kreatives Hobby. Er möchte damit auf den Umweltschutz aufmerksam machen und ausdrücken, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, die Strände sauber zu halten und keinen Unrat zu hinterlassen.

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Geliebte Sidonie – Grüße aus Alt-Hoyerswerda

Das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda besitzt zahlreiche Postkarten des alten Hoyerswerda, von denen eine Auswahl in dieser Ausstellung zu sehen ist. Es ist schon erstaunlich, wie viele unterschiedliche Motive in einer damals eher kleinen Stadt gefunden wurden (1910 hatte Hoyerswerda z.B. gerade mal 5.951 Einwohner). Viele der Gebäude sind heute aus dem Stadtbild verschwunden. Umso interessanter ist es, sie in alten Aufnahmen zu finden.
Aber auch über die Lebensweise in vergangenen Zeiten kann man einiges erfahren, zum Beispiel durch die Kleidung der Personen, die in vielen Fotomotiven zu sehen sind. Andere Details, wie Fahrzeuge, Straßenlaternen, Litfaßsäulen, Marktstände geben Auskunft über das Leben in der damaligen Stadt.

Schaut man etwas genauer auf die Mitteilungen der Postkarten, die versandt wurden, so reichen diese von einfachen Urlaubsgrüßen über die Beschreibung des Alltags bis hin zu den innigsten Liebesgeständnissen. Und manche Karten enthalten gar eine gewisse Huldigung an die Stadt: „Schön ist es auf Gottes Erde. Doch am schönsten in Hoyerswerde.“

Gern würde das Stadtmuseum seine Sammlung erweitern, denn sicher sind noch mehr Postkarten herausgegeben worden. Da kommen Sie liebe Besucher ins Spiel. Vielleicht haben Sie noch die eine oder andere alte Postkarte in Ihrem privaten Fundus, die Sie gern einmal zeigen möchten. Dann rufen Sie uns an unter 03571-603530 oder senden uns eine Email an: info@museum-hy.de

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Faszination Märklin-Eisenbahnen
aus der Zeit von 1900 bis 1940

Seit 35 Jahren sammelt Hagen Lotzwig aus Finsterwalde die berüchtigte „Spur 0“ – insbesondere Blechspielzeug der Firma Märklin aus der Zeit 1896 – 1945. Elektrisch betriebene Lokomotiven, Personen- und Güterwagen und natürlich Zubehör. Er besitzt z. Z. ca. 700 Ausstellungsstücke, wovon er die ganz besonderen Bahnen in dieser Ausstellung präsentiert.
Ausstellungszeitraum: 27.11.2016 – 28.02.2017

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Ein Leben in Bildern
Werke von Otto Niemeyer-Holstein

Sonderausstellung „Ein Leben in Bildern“
Das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda zeigt Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984).
Am 11. Mai rundete sich Otto Niemeyer-Holsteins Geburtstag zum 120. Mal. Er gehörte zu den bedeutendsten Vertretern des expressiven Realismus in Deutschland. Geboren wurde er in Kitzeberg bei Kiel. Bis 1933 war er in Berlin tätig, danach zog er mit seiner Frau Dr. Annelies Schmidt nach Usedom zwischen Koserow und Zempin. Dort lebte er zunächst eher provisorisch in einer Brache und im Laufe der Jahre baute er sich diesen Ort mehr und mehr aus und taufte es später „Lüttenort“.
An diesem Ort entstand sei umfangreiches Werk, von dem der Maler selbst sagte: Meine Existenz ist Leben in Bildern, ist Bilder-Leben – kein Bilderbuchleben, oh nein, es ist ein bewusstes Bild-Erleben, das dann und wann auch zu einem Gemälde wird, hoffentlich manchmal zu einem guten oder wenigstens zu einem anständigen.“ Unter dem Titel „Ein Leben in Bildern“ werden insgesamt 45 Arbeiten präsentiert, darunter 15 Aquarelle und Grafiken, die im Unterschied zu seinen farblich zurückhaltenden Gemälden eine vorsichtige Buntheit an den Tag legen. Die Auswahl stammt von Franka Keil, Leiterin des Museums „Atelier Otto Niemeyer-Holstein“ auf Usedom. Der Schwerpunkt in dieser Schau liegt auf seinen Selbstporträts.
Die Ausstellung war vom 15. September bis zum 15. November 2016 zu sehen.

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Zwiesprache mit dem Motiv
Werke von
Karl Heinz Hochstädt

Sonderausstellung im Schloss-Saal: Malerei und Grafik Karl-Heinz Hochstädt war von 1974 bis 2007 mehr als 30 Jahre Kunsterzieher und Lehrer, erst an der Lessing-EOS in Hoyerswerda und später am gleichnamigen Gymnasium in Hoyerswerda.
Seit dem 22. Juni präsentiert er nun im Schloss Hoyerswerda seine neue Ausstellung, in der er selbst seinen eigenen künstlerischen Blick auf die Welt zeigt. Anlässlich seines 70. Geburtstages vor wenigen Wochen ist eine vielseitige Personalausstellung des Spohlaers zu sehen. 34 Bilder und filigrane Grafiken sind im schönen Renaissance-Gewölbesaal des Schlosses zu sehen. Dabei handelt es sich um eine Auswahl aus mehr als 3500 Arbeiten, die er in den vergangenen fünf Jahrzehnten geschaffen hat.
„Die Natur und vor allem auch Berge, die für Karl-Heinz Hochstädt „ein Gleichnis der Kräfte des Lebens“ sind, braucht der Maler aus Spohla für sein Kreativsein. Das Abstrakte ist dagegen nicht seine Welt. „Ich kann mich nicht von den Eindrücken des Lebens unabhängig machen, ich brauche die Natur für die Inspiration“, sagt er selbst.“ (Quelle –Lausitzer Rundschau vom 24.06,2016)
Die Ausstellung war bis zum 31. Juli im Schlosssaal Hoyerswerda zu sehen.

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Lausitzer Glas
Glasdesign im Dialog

Das Lausitzer Glas war einst ein bedeutender Industriezweig, die Glasprodukte wurden weltweit geschätzt. Seit dem frühen 18. Jahrhundert stellten ein knappes Dutzend kleiner Hütten Flach- und Hohlglas für einen regionalen Markt her. Mit der Industrialisierung in der 2. Hälfte des 19. Jh. entstanden zahlreiche neue Glashütten. Großfabriken produzierten für einen rasant steigenden Bedarf in Haushalt und Gewerbe, aber auch für ganze Industriezweige, wie der Bauwirtschaft, der elektrotechnischen und chemischen Industrie, der Medizin und dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Die Lausitz wurde zu einem der großen deutschen Glaszentren. Insbesondere in den Orten Weißwasser, Penzig und Döbern wurden zahlreiche moderne Glasfabriken gegründet. Die Absatzmärkte lagen sowohl in Europa als auch in Übersee. Produziert wurde alles, was der Markt brauchte und der Käufer wünschte.
Seit den 1920er Jahren versuchten mehrere Glashütten mit modernem Design neue Käuferschichten zu erreichen. Vor allem der Bauhausmeister Wilhelm Wagenfeld in Weißwasser führte Lausitzer Glaserzeugnisse an die Spitze des internationalen Glasdesigns. Der Wagenfeldschüler Friedrich Bundtzen setzte diese Designlinie von 1950 – 1968 in der Werkstatt für Glasgestaltung mit seinem Mitarbeiterstab fort und entwickelte sie weiter. Auch Gestalter in anderen Glashütten entwarfen im Geist der „Moderne“.
Seit Mitte der 1970er Jahre wurde die Glasindustrie der DDR immer stärker exportorientiert, das Design wurde wieder dem Käufergeschmack angepasst und die Glasindustrie war primär auf Deviseneinkünfte ausgerichtet. Nach 1990 brachen große Teile der Lausitzer Glasindustrie weg, dennoch gelang es, einige bedeutende Betriebe zu modernisieren, die sich auf dem
Weltmarkt behaupten konnten. Beispielhaft sollen hier die Firmen Stölzle Oberglas in Weißwasser und die Behälterglasproduzenten Owens-Illinois Glaspack in Bernsdorf und Ardagh in Drebkau genannt werden. In Döbern wurde nach vielem Auf und Ab die einzig verbliebene Bleiglasproduktion in eine zukunftsversprechende Form geführt.
Mit der neuen Ausstellung wird die Produktgestaltung des Lausitzer Glas von 1929 bis 1986 aufgezeigt. Schwerpunkt der Ausstellung ist die Präsentation von Industrieglas und dessen Gestalter. Ein besonderes Augenmerk wird der Präsentation von Serien gewidmet, die nicht mit einem Einzelstück, sondern als komplette Serie den Entwurfsgedanken aufzeigen: Auch einfaches Glas, hergestellt in hohen Stückzahlen, kann schön sein.
Das Lausitzer Glas hat seinen signifikanten Platz in der angestammten Position behaupten können. In der Neuorientierung nach der Kriegsunterbrechung war es beteiligt an der internationalen Suche nach der „Guten Form“. Zeitgerecht, aber nicht modisch, entstanden Produkte nach der Forderung des Bauhauses, eine Einheit von Zweck und Funktion, Form und Farbe zu schaffen.
Ausstellungsdauer: 20. Mai bis 28. August 2016 Ausstellungskonzeption: Richard Anger und Siegfried Kohlschmidt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Hoyerswerda Leihgeber: Richard Anger und Siegfried Kohlschmidt Sammlung Stadtmuseum Hoyerswerda

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Aus dem Feuer geboren

Sonderausstellung des Foucault-Gymnasiums im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda
Junge Kunst in alten Gemäuern gibt es vom 10. März 2016 bis 10. Mai 2016 im Schloss & Stadtmuseum zu sehen. Unter dem Motto „Aus dem Feuer geboren“ gestaltet der Leistungskurs Kunst des Leon-Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda eine außergewöhnliche Sonderausstellung.
Gezeigt werden künstlerische Arbeiten, die in den vergangenen zwei Jahren unter Anleitung der betreuenden Fachlehrerin Ines Lenke entstanden sind, darunter:
– 10 Bronzeplastiken , die die Jugendlichen im Archäotechnischen Zentrum in Welzow selbständig gegossen haben, mit dazugehörigen Zeichnungen und Fotos
– Malerei und Grafiken (entstanden in Klausuren und freie Themen)
– Siebdrucke und Collagen
– Verschiedene Kunstwerke als Ergebnis einer Ostseeexkursion (Bücher, Objekte und Körpermalerei)
Die Arbeiten sind das Ergebnis einer intensiven Förderung junger Talente am Leon-Foucault-Gymnasium. Begabte Schülerinnen und Schüler erfahren von der 8. Klasse bis zur 10. Klasse im künstlerischen Profil eine starke Förderung in den verschiedenen Grundtechniken und –theorien.
Die Leistungskurse Kunst in den Klassen 11 und 12 widmen sich ausführlich der Theorie und Praxis in den Bereichen Plastik, Skulptur, Objektkunst; Malerei; Grafik und Druckgrafik; gattungsübergreifende Kunst wie Architektur, Design, Fotografie, Buchgestaltung, Aktionskunst und Körpermalerei.
Die Ausstellung ist ein Spiegel jungen, künstlerischen Schaffens und zeigt auf vielfältige Weise Talent, Fantasie und Können junger Lausitzer.

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Historisches Spielzeug im Wandel der Zeiten
Schenkung der Künstlerin Claudia Kutzera, Wiesbaden

„Alles, restlos alles können wir ins Schicksal und in die Puppen hineinlesen und hineinspielen.“ J.W.v.Goethe
Eine reizvolle Sonderausstellung zum Jahresende die gleichzeitig eine Schenkung an das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda von der Künstlerin Claudia Kutzera aus Wiesbaden darstellt.
Zur Eröffnung am 03. Dezember 2015 um 17 Uhr laden wir Sie herzlich ins Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda ein.

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7. Kunstauktion der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz

KUNSTAUKTION – diesmal im ältesten Gebäude der Stadt Hoyerswerda
Am 28. November, um 14 Uhr, ist es wieder soweit – die Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz lädt alle Kunstinteressierten zur 7. Versteigerung in das Schloss Hoyerswerda ein.
Ob Malerei, Grafik oder Plastik, die Auktion bietet eine besondere Vielfalt an Kunstwerken von regionalen und überregionalen Künstlern, die Auktionator Landrat Michael Harig (Stiftungsvorstandsmitglied) meistbietend versteigern möchte.
Ab dem 13. November besteht für Kunstinteressierte die Möglichkeit der Vorabbesichtigung aller Werke im Schloss Hoyerswerda (Öffnungszeiten: täglich von 10 bis16 Uhr). Parallel dazu werden alle beteiligten Künstler und Werke in einem Onlinekatalog auf www.kunstkulturstiftung-oberlausitz.de vorgestellt.
Die Anmeldung zur Teilnahme an der Kunstauktion auf Schloss Hoyerswerda oder ein schriftliches Gebot können bis zum 27. November an folgende Adresse geschickt werden: die Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz abgec/o Landratsamt Görlitz, Susanne Hoffmann, Bahnhofstr. 24, 02826 Görlitz, Tel. 03581 663-9407, Fax: 03581 663-69407, E-Mail: Susanne.Hoffmann@kreis-gr.de, www.kunstkulturstiftung-oberlausitz.de

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Wild aufs Bild

Seit September 2015 zeigt das Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda die Fotoausstellung „Wild aufs Bild“ der beiden Berliner Dokumentar-Reisefotografen Gaby & Gerhard Hafenrichter. Das Ehepaar hat bereits über 80 Länder auf vier Kontinenten sowie die Arktis uns Antarktis bereist und wird mit der Ausstellung die Besucher mit 60 traumhaften Color-Fotos überraschen. Sie möchten mit ihren Fotos einen Beitrag zum Schutz der bedrohten Tierarten leisten und freuen sich über jeden, der, in welcher Form auch immer, dazu beiträgt, unsere Natur weltweit zu erhalten. Das Ehepaar Hafenrichter ist Mitglied im Deutschen Verband für Fotografie e.V. und vertritt die Auffassung, dass in der Dokumentar-Reisefotografie die Fotos nur dann die Realität wiederspiegeln können, solange sie nicht grafisch manipuliert werden. Deshalb greifen beide grundsätzlich nicht ins Motiv ein, sondern bieten „Natur pur“.
Aktuelle Termine und weitere Informationen unter : www.foto-weltreise.de
Die Ausstellung wird bis zum 09. November 2015 zu sehen sein.

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Eine Stadt und ihre Kunst

Ab Samstag, den 16. Mai 2015 zeigt das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda eine neue Sonderausstellung. Diese bietet den Besuchern eine Übersicht über Kunst im Stadtgebiet Hoyerswerda in Verbindung mit den einstigen internationalen Bildhauersymposien.
Der Kulturbund Hoyerswerda hat hierfür eine tolle Zusammenstellung der Kunstobjekte im Hoyerswerdaer Stadtgebiet erarbeitet, die die große Bandbreite und hohe künstlerische Dichte deutlich macht.
Die Ausstellung wird bis 31. August zu sehen sein.

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Andere Augen
Eine Ausstellung über das Sehen

Die neue Sonderausstellung des Schloss und Stadtmuseums Hoyerswerda zeigt anhand von Fotografien des Künstlers Gregor Strutz das Leben und den Alltag zweier sehbehinderter Menschen. Eine Video-Dokumentation des Projektes mit Arild Røland, Terje Karlsrud und Gregor Strutz, ergänzt die Schau. Sie ist mit einer Hörbeschreibung versehen und steht somit auch blinden Menschen zur Verfügung.
„Die Ausstellung folgt einem Ziel: sie will die unterschiedlichen Wege der Kunstwahrnehmung von Sehenden, Sehbehinderten und blinden Menschen verbinden, um ihnen so erstmals ein gemeinsames Kunsterlebnis zu ermöglichen. Das geschieht durch die konsequente Verknüpfung sehr unterschiedlicher Darbietungsformen in einer gemeinsamen Ausstellung. Die Barrierefreiheit der Ausstellung wird somit zu ihrem eigentlichen Inhalt. Über das gemeinsame Erleben von Kunst schafft «Andere Augen» ein Forum zum Austausch von Menschen mit und ohne Behinderungen und wirbt dadurch für gegenseitiges Verständnis.“*
*www.andereaugen.de

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Emotionen in Farbe
Werke von Günter Peters

… die bisher unveröffentlichen Bilder des einstigen Museumsdirektors.
Ein Leben für die Kunst titelte 2007 das Schloss Hoyerswerda anlässlich der Sonderausstellung zum 100. Geburtstag von Günter Peters. Einen Lebenskünstler nannte ihn Heinz-Dieter Tempel in seiner Laudatio zu jener Ausstellung und verwies auf jene vier Aspekte, mit denen er Hoyerswerda prägte: (1) Sein Wirken als Museumsdirektor, (2) als Tiergärtner, (3) als Maler und (4) als Mensch1[1]. Er war 23 Jahre lang Museumsdirektor und gründete 1959 den Tiergarten Hoyerswerda; beide leitete er bis zu seinem Ruhestand 1975. Die Verbindung zwischen Schloss, Museum, Zoo, Kunst und Stadt waren für ihn selbstverständlich. Gemeinsam mit Jürgen von Woyski initiierte er das Internationale Bildhauersymposium. Das Freiluftatelier befand sich hier im Zoo. Seinem Erbe fühlen wir uns verpflichtet. Zoo und Schloss sind wieder vereint.
Lassen Sie sich verzaubern von dem immer wieder anderen Farbenspiel in seinen Werken.
2[1] Tempel, Heinz-Dieter: Aus der Rede vom 19.08.2007

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Goldgräber
Buchillustration

Fast jeder kennt sie, die sorbische Volksweisheit:
„Gott hat die Lausitz erschaffen, aber der Teufel darunter die Kohle vergraben!“
Diesem Thema hat sich Jürgen Tiede in seinem Märchen vom Teufel als Goldgräber gewidmet. Das Buch mit seinen über 100 Abbildungen der Illustratorin Grit Soisch hält für jede Generation eine aufregende und spannungsvolle Geschichte bereit. Auszüge daraus werden in einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Hoyerswerda zu sehen sein.
Die Ausstellung wird vom 31. Mai bis 20. Juni 2014 im Schlosssaal des Stadtmuseums Hoyerswerda gezeigt.

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Ach du liebe Zeit
Kindermitmachausstellung

Die interaktive Ausstellung „Ach du liebe Zeit!“ handelt vom Alltagsphänomen „Zeit“. Das UNIKATUM Kindermuseum in Leipzig hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und als Hauptszenerie drei Züge an drei Bahnhöfen unterschiedlicher Zeitphasen (der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft) geschaffen. In den einzelnen Abteilen der Züge können die Besucher knifflige Rätsel lösen, spielerisch ihren Umgang mit Zeit testen und bei unterschiedlichsten Experimenten mit der Zeit rechnen. Der Bahnhof „Gesternhausen“, „Bad Jetztstädt“ und „Utopia“ laden Klein und Groß ein, sich Zeit zu nehmen. Die Ausstellung ist ab dem 18. Oktober im Schloss Hoyerswerda zu sehen. Für Schulklassen bietet das museumspädagogische Team des Schloss ein gesondertes Angebot an. Informationen erhalten Sie unter 03571/ 20 96 115 oder info@museum-hy.de Die Ausstellung ist für Kinder ab 5 Jahren in Begleitung und ab 8 Jahren selbständig zu entdecken.

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Mode und Modeobjekte

Vom 12. März bis zum 11. April präsentiert der Leistungskurs Kunst Klasse 12 des Leon-Foucault-Gymnasium seine Werke in der Sonderausstellung „Mode und Modeobjekte“.
Unter der künstlerischen Leitung von Fachlehrerin Ines Lenke entstanden in den letzten zwei Jahren Arbeiten zu gattungsübergreifenden Themen wie Architektur, Design, Fotografie, Buchgestaltung, Aktionskunst und Körpermalerei. Die Schüler kreierten an verschiedene Kulturen angelehnte Objekte, die sich mit den Bereichen Plastik, Skulptur, Objektkunst, Malerei und Grafik auseinandersetzen.
Angefangen bei Schuhen, Bekleidungs- und Schmuckstücken über Accessoires und Musikinstrumente bis hin zum Thema der Aktionskunst wurden zahlreiche Werke geschaffen, die nun im Schlosssaal des Museums Hoyerswerda gezeigt werden. Abgerundet wird die Ausstellung durch mehrere selbst produzierte Filme, die den Entstehungsprozess der künstlerischen Arbeiten zeigen.

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Heilkunst im Mittelalter

Starstecher
Während die Klostermedizin sich systematisch mit der Wirkung von Heilkräutern beschäftigte, von denen viele heute noch verwendet werden, trieben auf Märkten Scharlatane und Quacksalber ihr Unwesen. Verheerenden Seuchen wie der Pest stand man hilflos gegenüber, denn Ursachen und Übertragungswege vieler Erkrankungen waren noch unbekannt. Kräuterfrauen und Hebammen spielten eine bedeutende Rolle in der Volksmedizin, doch wurde ihr Wissen nicht schriftlich überliefert. Aderlass und Schröpfen waren beliebte Heilmethoden im Mittelalter.
Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst. Sie berichtet von Badern, Feldschern und Barbieren, von magischen Heilmitteln wie dem Theriak und der „Dreckapotheke“, vom Antoniusfeuer und der Lepra, von der Heilkunst Hildegard von Bingens und dem Mönch Walahfrid Strabo.
Für Schulklassen bietet das museumspädagogische Team des Schloss ein gesondertes Angebot an. Informationen erhalten Sie unter 03571/ 20 96 115 oder unter info@museum-hy.de.
Dauer der Sonderausstellung: bis zum 08.01.2014
Veranstaltungsort/Veranstalter: Schloss Hoyerswerda 02977 Hoyerswerda Schloßplatz 1

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TOUR der SINNE

Eine der bedeutendsten Erfahrungen im Leben eines Menschen ist das Erlebnis, dass wir uns täuschen können. Eine Wanderausstellung des Nürnberger Museum „turmdersinne“, die vom 01. August bis zum 29. September 2013 im Schloss & Stadtmuseum zu erleben ist.
Mit einem facettenreichen Angebot aus interaktiven Experimenten rund um das Thema Wahrnehmung bietet die tourdersinne eine flexible und attraktive Mischung aus Exponaten zum Erleben, Staunen und Begreifen.
TOUR DER SINNE – Illusionen werden wahr ab 01. August im Schloss Hoyerswerda Kommt mit auf eine Reise in die Welt der Illusionen. Großes wirkt auf einmal sehr klein und Kleines wird groß. Faszinierende Phänomene machen Mechanismen erlebbar, mit denen unser Gehirn tagtäglich ein plausibles Abbild unserer Umgebung konstruiert, ohne dass uns dies bewusst wird. Dabei wird deutlich: Wahrnehmen ist ein aktiver Prozess und wird von etlichen Faktoren beeinflusst, wie z.B. individuelle Erfahrungen, (un-)bewusste Erwartungen, Vorwissen und Aufmerksamkeit.

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SPURENSUCHE
Malerei Grafik / Fotografie/ Plastik / Objektkunst

Sandsteinplastik von Regine Montero

Vom 07. Mai 2013 bis zum 30. Juni 2013 war eine Gemeinschaftsaustellung dreier Künstlerinnen im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda unter dem Titel Spurensuche zu sehen. Fotografie von Gabriel Seitz Sandsteinskulpturen von Regine Montero Holzobjekte von Ines-Margret Lenke
Laudatio zum Download (von Dorit Baumeister)
Presseecho der Sächsischen Zeitung vom 10.05.2013 von Rainer Könen
Eine spannende Kombination
Im Hoyerswerdaer Schloss wurde am Dienstag die Ausstellung „Spurensuche“ eröffnet, in der Fotografien,Sandsteinskulpturen und Holz-Objekte zu sehen sind. Wer am Dienstagnachmittag die in der oberen Etage gelegenen Räumlichkeiten im Hoyerswerdaer Schloss aufsuchte, kurz vor der Eröffnung der Ausstellung „Spurensuche“, der hatte nicht das Gefühl, dass die dortigen Exponate einem die Luft wegnehmen oder man von den Eindrücken schier überfordert wird. Dies kann man ja häufig auf so mancher Ausstellung beobachten. Diese überladenen Räume, wo einen mitunter das Gefühl beschleicht, dass der oder die ausstellenden Künstler unbedingt alles in eine Vernissage packen müssen. Hier ist es anders. In dieser Ausstellung vermitteln die Fotografien, die Holz- und Sandsteinskulpturen den Eintretenden ein Gefühl von Freiraum, von Weitläufigkeit, von Lebensraum. Eine Empfindung, auf die die drei „Spurensuche“-Künstlerinnen bei den Besuchern hoffen. „Wir würden uns wünschen, dass man in allen ausgestellten Objekten Spuren des Lebens entdeckt“, so Ines Margret Lenke. Die am Hoyerswerdaer Foucault-Gymnasium tätige Kunstlehrerin war vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, dass eine gemeinsame Präsentation von Fotografien sowie Holz- und Sandsteinskulpturen „eine spannende Kombination“ bilden. Eine, die den Betrachter dazu anregt, im Alltag innezuhalten und darüber nachzudenken, was das Leben ausmacht.
Drei Künstlerinnen zeigen, wie man optische Gegensätze auch verbinden kann. Auf den Bildern der Radebeulerin Gabriele Seitz stehen die Gesichter älterer Menschen im Vordergrund. Sie hat Nahaufnahmen von Baumrinden mitgebracht, die einen stillen Aufforderungscharakter an den Betrachter darstellen: Genau hinzuschauen, um zu spüren, was die Natur dem Menschen mitteilen will. Über das Wohin, das Woher des Lebens zu reflektieren. Wer sich die Skulpturen, die Fotografien anschaut, erhält einen Eindruck von den Vorstellungen der Künstlerinnen. Der kann in etwa nachvollziehen, mit welchen Erwartungen das Trio an die Auswahl der Exponate gegangen ist. Es ist in der Tat eine Spurensuche, eine, für die man sich auf jeden Fall Zeit nehmen muss.

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BRENNWEITE III – Von Mondlandschaften zu neuen Lebenswelten
Internationale Fotografen halten den Landschaftswadnel der Lausitz fest

Fotografen Tagebau Welzow, 2012 (Foto von Detlef Hecht)

Vom 17. März 2013 bis zum 28 April war eine Sonderausstellung zum Thema Fotografie mit dem Titel: „Brennweite III – Von Mondlandschaften zu neuen Lebenswelten“ im Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda zu sehen.
Im September 2012 war ein elfköpfiges Team mit professionellen Fotografen aus sechs Ländern in der Lausitz auf Motivsuche. Die Fotografengruppe aus Italien, Tschechien, Frankreich, der Slowakei, Polen und Deutschland besuchte das Besucherbergwerk F60 die Biotürme in Lauchhammer, das Kraftwerk Plessa, den aktiven Tagebau Welzow-Süd, den Künstlerort Pritzen sowie das Lausitzer Seenland. Auch das Kraftwerk Schwarze Pumpe hatten sie auf dem Besuchsprogramm. Die meisten von ihnen waren bereits vor 11 Jahren im Rahmen eines IBA-Fotoworkshops der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land GmbH hier in der Region unterwegs. Wie Sie die Welt damals und heut fotografisch wahrnahmen, zeigte diese Ausstellung.