ab 10 Uhr geöffnetSchlossplatz 102977 HoyerswerdaTel.: +(0) 3571 209 37 500

Dauerausstellungen

Die in den letzten 10 Jahren umfassend überarbeitete Museumskonzeption bezieht sich auf die realen räumlichen Möglichkeiten des Stadtmuseums und die breiten inhaltlichen Anforderungen, die an das Museum aufgrund seiner bisherigen Sammlungsschwerpunkte gestellt werden. Die Konzeption sieht vier Kern-Bereiche im Haus vor: das ErlebnisReich, das LehrReich, das ErinnerungsReich und das AbwechslungsReich. Neben den Kern-Bereichen beherbergt das Schloss eine umfangreiche Sammlung der Bildenden Kunst, die in kommenden Sonderausstellungen präsentiert werden wird.

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ErlebnisReich

Unser ErlebnisReich – spielerisch Geschichte(n) entdecken!

Das im 1. Obergeschoss sich befindende  ErlebnisREICH ist unser kleines Familienzentrum, das über eine bewußt leicht zugängliche Übersicht zu den Geschichtsepochen in Verbindung mit unserer Hoyerswerdaer Stadtgeschichte verfügt.

Hier kann man Geschichte(n) erleben. Mit interaktiven Lernstationen, einem begehbaren Miniatur-Schloss, einer archäologischen Ausgrabungsstätte und zahlreichen hands-on- und Hörstationen wird die Hoyerswerdaer Stadtgeschichte von den ersten Besiedlungen bis zur Gegenwart inszeniert. All das lädt zum spielerischen Entdecken ein, wobei Besucher aller Altersklassen  Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte erfahren. Anhand einer kleinen Museums-Rallye in Form eines Fragebogens kann das neu erworbene Wissen gleich vor Ort überprüft werden.

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LehrReich

Spannende Einblicke für Groß und Klein in vergangene Tage

Unser  LehrReich erwartet Besucher im 1. Obergeschoss gegenüber unseres ErlebnisReichs und ist eine Fortsetzung der Vermittlung zur jüngeren Stadtgeschichte. Dieser noch relativ neue Teil der Dauerausstellung dreht sich um die Geschichte Hoyerswerdas vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart.

Es ist ein faszinierender Zeitabschnitt, der das Wachsen der Stadt vom einstigen Altstadtkern einer Kleinstadt hin zu einer sozialistischen Planstadt dokumentiert. Neben der Altstadt entstand im Jahr 1957 eine „Neu(e)stadt“ und Hoyerswerda wuchs zur mehr als doppelten Größe an. Sowohl das Leben in der DDR als auch nach dem Zusammenbruch der DDR vermittelt diese Ausstellung.

Die Hoyerswerdaer Stadtentwicklung war eng verbunden mit der Errichtung des VEB Braunkohle-Veredelungskombinates „Schwarze Pumpe“ bei Spremberg und dem nach Betriebsbeginn starken Zuzug von Arbeitern mit ihren Familien. Nach 1990 kam es dann zur massiven Bevölkerungsabwanderung. Vor 1955 hatte Hoyerswerda ursprünglich ca. 7.000 Einwohnern, mit der „Neustadt“ stieg die Einwohnerzahl auf bis zu 75.000. Seit 1990 sank diese auf heute ca. 30.000 Einwohner, Tendenz weiter sinkend?

Eine spannende und fast einzigartige Stadtgeschichte die in der Ausstellung von zahlreichen Zeitzeugenberichten begleitet wird und das Erlebte auf manch ganz persönlicher Ebene erfahrbar macht.

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Sorbische Wurzeln

Dauerausstellungsabschnitt zur sorbischen Geschichte und Kultur in Hoyerswerda

Eingebettet in die ständige Ausstellung ist die Geschichte und Kultur der evangelischen Sorben des Hoyerswerdaer Trachtengebietes.
In der Sorbenstube bekommen Besucher einen kleinen Einblick in die Einheit von Wohn- und Arbeitsraum sowie in die Lebensweise der nationalen Minderheit, deren Alltag durch harte Arbeit gekennzeichnet war. Vor allem Anbau und Verarbeitung von Flachs spielten neben der üblichen Feldarbeit eine große Rolle. Besucher können sich die typischen Gerätschaften anschauen, mit denen früher gearbeitet wurde. Außerdem erfahren Sie Wissenswertes über die sorbischen Trachten, die Bräuche im Jahreslauf und das Schrifttum. Zum Beispiel war in Hoyerswerda die Hauptkirche sorbisch und “…die Deutschen mussten sich mit der Kapelle im Turmbereich begnügen. Eine wohl einmalige Konstellation in der Lausitz.“ (Jan Malink)

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Hoyerswerda unter sächsischer Herrschaft

Teilbereich der Dauerausstellung aus den 90iger Jahren

In diesem Bereich geht es um den Aufschwung des kleinen Städtchens während der Herrschaft der Fürstin Teschen, der Mätresse Augusts des Starken, im 18. Jahrhundert. Sie förderte das Handwerk in nie gekanntem Ausmaße. Das belegen die ausgestellten Innungsladen und -krüge, Zunftbücher, Werkzeuge und die Rekonstruktion einer Böttcherwerkstatt. Die Amtmänner Lessing, Onkel und Cousin des Dichters Gotthold Ephraim Lessing, sorgten für liberalen Geist in der Stadt.

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Demnächst…

Qualifizierung unseres Museumsdepots

Das Schloss und Stadtmuseum Hoyerswerda war seit längerem auf der Suche nach einem neuen Depot außerhalb des Schlosses. Seit seinem Einzug im Jahr 1952 lagert der Großteil der Sammlungen auf dem Dachboden des Schlosses. Diese Sammlungen sind in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend gewachsen, was mittlerweile die Traglasten an ihre Grenzen bringt. Zudem sind die mitunter schwankenden klimatischen Bedingungen trotz beheizbaren Teilbereich auf Dauer nicht gut für manche Sammlungsobjekte, so dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, die Lagererung unserer Sammlungen zu qualifizieren. Das wird in den kommenden Jahren ein Hauptschwerpunkt unserer Arbeit neben den Ausstellungen, Veranstaltungen, Forschungsarbeiten sein.

Im Jahr 2020 konnten nun endlich geeignete Räume in der Stadt von der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda mbH angemietet werden, welche Dank der Förderung über den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien mit professionellem Depotmobilar wie fahrbaren Rollreaglanlagen und diversen Depotschränken ausgestattet werden konnte. Aktuell arbeiten die Museumsmitarbeiterinnen im Hintergrund daran, die Sammlungene digital zu erfassen und für den Umzug vorzubereiten.

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ErinnerungsReich

Buckelurnen aus der archäologischen Sammlung

Das künftige ErinnerungsReich im 1. Obergeschoss hinter dem ErlebnisReich (geplant für 2025) wird mit einem Schaudepot zur Ur- und Frühgeschichte beginnen. Weiterhin soll es die Epoche des Mittelalters bis hin zur Gründerzeit zeigen.