ab 11 Uhr geöffnet
Schlossplatz 1
02977 Hoyerswerda Tel.: +(0) 3571 60 35 30

Dauerausstellungen

Die seit 2012 umfassend überarbeitete Museumskonzeption bezieht sich auf die realen räumlichen Möglichkeiten des Stadtmuseums und die breiten inhaltlichen Anforderungen, die an das Museum aufgrund seiner bisherigen Sammlungsschwerpunkte gestellt werden. Die Konzeption sieht vier Kern-Bereiche im Haus vor: das ErlebnisReich, das LehrReich, das RuhmReich und das ErinnerungsReich. Neben den Kern-Bereichen beherbergt das Schloss eine umfangreiche Sammlung der Bildenden Kunst, die in kommenden Sonderausstellungen präsentiert wird und eine Woyski-Galerie, in der Werke und das Leben des Hoyerswerdaer Künstlers und Ehrenbürgers Jürgen von Woyski gezeigt werden.

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ErlebnisReich

Im ErlebnisReich darf man Anfassen, Entdecken und Spielen – eben einfach Geschichte (er)leben.

Das im 1. Obergeschoss zuerst realisierte ErlebnisReich ist Familienzentrum und eine bewußt leicht zugängliche Übersicht über die Geschichtsepochen und eine Gesamtdarstellung der Hoyerswerdaer Stadtgeschichte.

(Geschichte(n) erleben kann man im neu gestalteten Bereich der Dauerausstellung. Mit interaktiven Lernstationen, einem begeh- und bespielbaren Miniatur-Schloss, einer archäologischen Ausgrabungsstätte und Hörstationen wird die Hoyerswerdaer Stadtgeschichte von den ersten Besiedlungen bis zur Gegenwart inszeniert. All das lädt zum spielerischen Umgang mit historischen Themen ein, und Besucher aller Altersklassen können Interessantes und Wissenswertes entdecken. Anhand einer Besucher-Rallye kann das neu erworbene Wissen überprüft werden. Die bereits bekannten Ausstellungsbereiche stehen den Besuchern wie gewohnt zur Verfügung.)

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LehrReich

Das LehrReich erwartet Besucher ab 2018 im 1. Obergeschoss. Der neue Teil der Dauerausstellung dreht sich um die Geschichte Hoyerswerdas – vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart.

(Das „LehrReich“ vermittelt die Stadtgeschichte von Hoyerswerda ab 1955 bis zur Gegenwart. Dieser faszinierende Zeitabschnitt dokumentiert das Wachsen der Stadt vom Altstadtkern einer Kleinstadt durch das Hinzukommen einer sozialistischen Planstadt, der „Neustadt“ zur mehr als doppelten Größe sowie den nach Zusammenbruch der DDR begonnenen Stadtrückbau nach 1990. Die Stadtentwicklung ist eng verbunden mit der Errichtung des VEB Braunkohle-Veredelungskombinates „Schwarze Pumpe“ bei Spremberg und dem nach Betriebsbeginn starken Zuzug von Arbeitern mit ihren Familien. Nach 1990 kam
es dann zur massiven Bevölkerungsabwanderung. Vor 1955 hatte Hoyerswerda ursprünglich ca. 7.000 Einwohnern, mit der „Neustadt“ stieg die Einwohnerzahl auf bis zu 70.000. Seit 1990 sank diese auf heute ca. 30.000.

Hoyerswerda war 1955 vom Ministerrat der DDR gezielt als Standort einer neuen Stadt für die Arbeitskräfte der Braunkohleindustrie ausgewählt worden. Ein Architektenwettbewerb ging der detaillierten Planung nach den Grundsätzen des sozialistischen Wohnungsbaus voraus. Die Stadt wuchs daraufhin rasant, stark beschleunigt durch die industrielle Plattenbauweise, welche die Wohnkultur stark geprägt hat.)

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Sorbische Wurzeln

Eingebettet in die ständige Ausstellung ist die Geschichte und Kultur der evangelischen Sorben des Hoyerswerdaer Trachtengebietes.
In der Sorbenstube bekommen Besucher einen kleinen Einblick in die Einheit von Wohn- und Arbeitsraum sowie in die Lebensweise der nationalen Minderheit, deren Alltag durch harte Arbeit gekennzeichnet war. Vor allem Anbau und Verarbeitung von Flachs spielten neben der üblichen Feldarbeit eine große Rolle. Besucher können sich die typischen Gerätschaften anschauen, mit denen früher gearbeitet wurde. Außerdem erfahren Sie Wissenswertes über die sorbischen Trachten, die Bräuche im Jahreslauf und das Schrifttum. Zum Beispiel war in Hoyerswerda die Hauptkirche sorbisch und “…die Deutschen mussten sich mit der Kapelle im Turmbereich begnügen. Eine wohl einmalige Konstellation in der Lausitz.“ (Jan Malink)

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Hoyerswerda unter sächsischer Herrschaft

Foto: Schloss Hoyerswerda, 1787.

Unter diesem Thema geht es um den Aufschwung des kleinen Städtchens während der Herrschaft der Fürstin Teschen, der Mätresse Augusts des Starken, im 18. Jahrhundert. Sie förderte das Handwerk in nie gekanntem Ausmaße. Das belegen die ausgestellten Innungsladen und -krüge, Zunftbücher, Werkzeuge und die Rekonstruktion einer Böttcherwerkstatt. Die Amtmänner Lessing, Onkel und Cousin des Dichters Gotthold Ephraim Lessing, sorgten für liberalen Geist in der Stadt.

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Demnächst..

RuhmReich

Foto: Stammwappen der Kurländischen Herren von Altenbockum, zu sehen über dem Schlossportal des Haupteingangs

Der für 2022 geplante Dauerausstellungsabschnitt, das RuhmReich im 2. Obergeschoss, wird die Schlossgeschichte repräsentieren und die historische Entwicklung unter böhmischer, sächsischer und preußischer Herrschaft veranschaulichen.
Bis das RuhmReich präsentiert werden kann, sind diesem Bereich Werke aus der städtischen Kunstsammlung in wechselnden Ausstellungen zu sehen.

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ErinnerungsReich

Buckelurnen aus der archäologischen Sammlung

Das künftige ErinnerungsReich im 1. Obergeschoss (geplant für 2020) beginnt mit einem Schaudepot zur Ur- und Frühgeschichte. Weiterhin zeigt es die Epoche des Mittelalters bis hin zur Gründerzeit.